25 Jahre Salzburg Wohnbau

Vom Zusammenschluss zur starken Unternehmensgruppe
Lorenz Selinger
Lorenz Selinger
Die Salzburg Wohnbau feierte ihr 25-jähriges Bestehen im Kavalierhaus Klessheim
Die Salzburg Wohnbau feierte ihr 25-jähriges Bestehen im Kavalierhaus Klessheim
© ANDREAS KOLARIK/ Neumayr

Mit einem Festakt im Kavalierhaus Klessheim hat die Salzburg Wohnbau ihr 25-jähriges Bestehen begangen. Aus dem Zusammenschluss dreier gemeinnütziger Bauträger hervorgegangen, vereint die Unternehmensgruppe heute Wohnbau, Kommunalbau, Objektmanagement, Planung und digitale Dienstleistungen unter einem Dach. Der Kernauftrag blieb dabei unverändert: leistbaren Wohnraum schaffen und Gemeinden im Kommunalbau unterstützen.

Wachstum in Zahlen

Die Salzburg Wohnbau wurde am 1. September 2001 gegründet. Die Geschäftsführung übernahmen Christian Struber und Roland Wernik, die diese Funktion über zwei Jahrzehnte innehatten. Die seither erzielten Kennzahlen dokumentieren die Entwicklung des Unternehmens: Im Gründungsjahr verwaltete die Gesellschaft rund 18.700 Einheiten; heute umfasst der Bestand mehr als 38.600 Hausverwaltungseinheiten. In 25 Jahren entstanden rund 513.000 Quadratmeter Lebensraum. Das Unternehmen setzte 335 kommunale Projekte um und investierte insgesamt rund 1,6 Milliarden Euro in Neubau und Sanierung. Das Team wuchs parallel dazu auf heute 207 Mitarbeitern an.

„Die Anforderungen an den Wohn- und Kommunalbau haben sich in den vergangenen 25 Jahren immer wieder verändert. Entscheidend war und ist für uns, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, vorausschauend darauf zu reagieren und daraus neue Ideen, Visionen und Produkte zu entwickeln. So wollen wir auch künftig mit unserer Arbeit einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft leisten.“
—Geschäftsführer Thomas Maierhofe

Von der Wohnbaugesellschaft zur Unternehmensgruppe

Ein zentraler Entwicklungsschritt war die Erweiterung des Leistungsportfolios über die reine Gebäudeerrichtung hinaus. Mit Hausverwaltung, Hausbetreuung, Finanzierung und kommunalen Dienstleistungen begleitet die Unternehmensgruppe Immobilien heute über ihren gesamten Lebenszyklus. Die Beteiligung am Softwareunternehmen WoWis sowie die digitale Serviceplattform ALFRED ergänzen das Angebot um digitale Lösungen für die Hausverwaltung.

2017 weitete die Gruppe ihre Tätigkeit mit der Gründung der Wohnbau Bayern auf den bayerischen Grenzraum aus. Seit 2024 gehört das Planungsbüro artfield zur Gruppe und bringt Architektur und Fachplanung ein. Damit bündelt die Salzburg Wohnbau Entwicklung, Planung, Errichtung, Verwaltung und Betreuung konzernweit.

Kommunalbau und Wohnraum

Neben dem Wohnbau hat sich die Salzburg Wohnbau als Auftragnehmer für kommunale Infrastruktur etabliert. Unter ihrer Federführung entstehen Schulen, Kindergärten, Feuerwehrhäuser, Seniorenwohnhäuser und Gemeindezentren im gesamten Bundesland. Zu den prägenden Referenzen zählen das Schulzentrum Radstadt — eines der größten kommunalen Bildungsbauprojekte der Unternehmensgeschichte — sowie die Volksschule Anif, die 2024 den Energy Globe Austria erhielt.

Im Wohnbau steht die Aktivierung bestehender Flächen im Vordergrund. Das Quartier Rauchmühle in Salzburg-Lehen, das Wohnprojekt Freiraum Gneis mit generationengerechten Wohnformen und die Entwicklung des ehemaligen Reisinger-Areals in Hallein verbinden geförderten Wohnraum mit der Transformation von Bestands- und Gewerbeflächen.

„Leistbarer Wohnraum und eine funktionierende kommunale Infrastruktur sind zentrale Aufgaben für unser Bundesland. Die Salzburg Wohnbau leistet dazu seit 25 Jahren einen wichtigen Beitrag – gemeinsam mit den Gemeinden und mit Blick auf die Anforderungen der Menschen in allen Regionen Salzburgs.“
—Landeshauptfrau Karoline Edtstadler

Innovation, Digitalisierung und Ressourcenschonung

Die Salzburg Wohnbau baut ihre Aktivitäten in Forschung, Digitalisierung und ressourcenschonendem Bauen kontinuierlich aus. Früh beteiligte sich das Unternehmen an Forschungsprojekten wie Smart Grids Salzburg. Beim Projekt R70 und beim Wohnprojekt DreiGang in Golling führte die Gruppe Materialien aus dem Bestand in den Baustoffkreislauf zurück. Beim Projekt BILLY UP erzielte die Revitalisierung eines Bestandsgebäudes eine CO₂-Einsparung von mehr als 1.000 Tonnen. Mit dem Wohnprojekt Brunnfeldweg in Mittersill realisierte die Salzburg Wohnbau erstmals eine Gemeinschaftliche Erzeugungsanlage (GEA), die Bewohner:innen mit Sonnenstrom versorgt. Das Projekt Stadt.Land.Leben in Hallein verbindet die Entsiegelung bisher versiegelter Flächen mit einer nachhaltigen Quartiersentwicklung.

Festakt im Kavalierhaus Klessheim

Den feierlichen Rahmen bildete das Sommerfest der Salzburg Wohnbau im Kavalierhaus Klessheim. Rund 400 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Gemeinden und der Wohnungswirtschaft folgten der Einladung. Landeshauptfrau Karoline Edtstadler, Landesrat Martin Zauner, Landesrat Wolfgang Fürweger und Bürgermeister Bernhard Auinger würdigten gemeinsam mit langjährigen Wegbegleitern die Unternehmensentwicklung.

„Unsere Stärke liegt darin, dass wir heute viele unterschiedliche Kompetenzen unter einem Dach vereinen und auf ein starkes Netzwerk zurückgreifen können. Damit können wir gemeinsam mit den Gemeinden, dem Land Salzburg und unseren Geschäftspartner:innen auch komplexe Aufgaben erfolgreich umsetzen. Dieses starke Fundament wollen wir nutzen, um die Salzburg Wohnbau auch in den kommenden Jahren konsequent weiterzuentwickeln.“
—Geschäftsführer Georg Grundbichler