Die Baukosten in Österreich sind seit 2019 massiv gestiegen. Auf Basis der von RIVEST betrachteten Kostenentwicklung liegt die Steigerung rechnerisch in einer Größenordnung von rund 39 Prozent. Doch haben die Versicherungssummen der Gebäude mit dieser Entwicklung Schritt gehalten?
Für professionelle Hausverwaltungen, gemeinnützige Bauträger und institutionelle Immobilieneigentümer ist das eine wirtschaftlich entscheidende Frage. Denn eine bestehende Gebäudeversicherung und regelmäßige Indexanpassungen gewährleisten nicht automatisch, dass die vereinbarte Versicherungssumme dem heutigen Wiederherstellungswert entspricht.
„Gut versichert heißt nicht automatisch ausreichend versichert. Wenn die Wiederherstellungskosten massiv steigen, müssen auch die Versicherungssummen kritisch überprüft werden. Entscheidend ist, mögliche Differenzen rechtzeitig zu erkennen.“—Clemens Reitz von RIVEST.
Ein latenter Engpass mit möglicherweise existenziellen Folgen
Bei größeren Immobilienbeständen können sich über Jahre erhebliche Abweichungen zwischen dem maßgeblichen Wiederherstellungswert und der vereinbarten Versicherungssumme entwickeln.
Solange kein größerer Schaden eintritt, bleiben solche Differenzen möglicherweise unbemerkt. Im Schadenfall können sie jedoch erhebliche finanzielle Auswirkungen haben. Besteht eine rechtlich relevante Unterversicherung, kann die Versicherungsleistung abhängig von den Vertragsbedingungen gekürzt werden.
Bei entsprechend großen Schäden können daraus wirtschaftliche Belastungen mit existenzieller Tragweite entstehen. Für die Geschäftsführung einer Hausverwaltung ist daher entscheidend, mögliche Abweichungen frühzeitig zu erkennen und Prüfungen sowie Entscheidungen nachvollziehbar zu dokumentieren.
Die Innovation: Risiken erkennen, bevor sie zum finanziellen Problem werden
Mit seinem spezialisierten Immobilien-Risikomanagement setzt RIVEST auf systematisches Versicherungssummen-Monitoring. Objektbezogene Werte und Versicherungssummen werden gegenübergestellt, rechnerische Auffälligkeiten sichtbar gemacht und mögliche Prüfbedarfe aufgezeigt.
Die digitale Plattform myRIVEST unterstützt diese Transparenz und verbindet sie mit der Dokumentation und Steuerung von Schadenprozessen. Eine rechnerische Differenz bedeutet nicht automatisch, dass eine rechtlich relevante Unterversicherung vorliegt. Sie liefert jedoch einen konkreten Ansatzpunkt für eine gezielte fachliche Prüfung.
Mehr als 16.000 Schadenfälle: Erfahrung aus der Praxis
RIVEST verbindet präventives Risikomanagement mit professionellem Schadenprozessmanagement. Nach Unternehmensangaben wurden in den vergangenen rund 20 Jahren mehr als 16.000 Schadenfälle für Kunden bearbeitet und begleitet.
Mit der eigens entwickelten Funktion Schadenprozessmanagerin beziehungsweise Schadenprozessmanager setzt RIVEST auf die strukturierte Organisation, Koordination und Dokumentation der Schadenabwicklung.
„Unser Ziel ist, dass Hausverwaltungen mögliche finanzielle Risiken frühzeitig erkennen, fundierte Entscheidungen treffen und ihre Mitarbeiter bei aufwendigen Schadenprozessen entlasten können“, so Reitz.
Der konkrete Nutzen: mögliche Versicherungslücken früher erkennen, wirtschaftliche Risiken besser beherrschen und den organisatorischen Aufwand im Schadenfall reduzieren.