Aberdeen baut Wohnportfolio in Tokio und Yokohama aus

Aberdeen kauft zwei Wohninvestments in Tokio und Yokohama. Zuwanderung und hohe Kaufpreise stützen Nachfrage und Mieten.
Ferdinand Neubauer
Ferdinand Neubauer
Aberdeen baut Wohnportfolio in Tokio und Yokohama aus
© WORVE Isezakicho

Aberdeen Investments hat sein Engagement im japanischen Wohnimmobilienmarkt mit zwei Zukäufen erweitert. Erworben wurden ein neu errichtetes Mehrfamilienhaus in Yokohama sowie ein Portfolio mit 29 Wohnobjekten in mehreren gefragten Stadtteilen Tokios.

Das Objekt WORVE Yokohama Isezakicho wurde bereits im Februar 2025 übernommen. Der 15-stöckige Neubau umfasst 218 Wohnungen und vier Einzelhandelsflächen. Angeboten werden überwiegend Studio-Apartments, ergänzt durch familiengerechte Einheiten. Die Immobilie liegt im zentralen Geschäftsviertel von Yokohama und ist gut an den öffentlichen Verkehr angebunden.

Die zweite Akquisition besteht aus 29 Wohnimmobilien mit insgesamt 671 Wohnungen und zwei Geschäftsflächen. Die Gebäude sind im Schnitt gut vier Jahre alt und verteilen sich auf zentrale, südliche und westliche Bezirke innerhalb der 23 Stadtbezirke Tokios. Der Schwerpunkt liegt auch hier auf kleineren Wohneinheiten, ergänzt um größere Wohnungen für Familien.

Beide Käufe sind Teil der Strategie von Aberdeen, den japanischen Wohnmarkt weiter auszubauen. Das Unternehmen ist seit 2024 verstärkt in diesem Segment aktiv.

„Unser starkes Immobilienteam in Tokio konnte das Portfolio Off-Market akquirieren und beide Investments zu attraktiven Konditionen sichern.“
—Jason Baggaley, Head of Living, Value Add und APAC Direct Real Estate bei Aberdeen Investments. 

Der Wohnimmobilienmarkt gilt international weiterhin als vergleichsweise stabil. In Japan profitieren Mehrfamilienhäuser von strukturellen Faktoren wie Zuwanderung in die Metropolregionen, steigenden Löhnen und dem Ende der Deflation. Gleichzeitig machen hohe Preise für Eigentumswohnungen das Mieten für viele Haushalte attraktiver.

Harumi Kadono, Head of Japan Real Estate bei Aberdeen Investments, verweist auf die Folgen für den Markt: „Strukturelle Nachfragefaktoren wie anhaltende Zuwanderung, der Anstieg von Single- und DINK-Haushalten sowie hohe Baukosten, die das Angebot beschränken, sorgen dafür, dass die Leerstandsquoten niedrig bleiben.“ Das Mietwachstum, bislang vor allem in zentralen Bezirken Tokios sichtbar, dürfte sich laut Aberdeen künftig auch auf Randlagen sowie den Großraum Tokio mit Yokohama und Kawasaki ausdehnen.

Fertiggestellte Wohnungen und geschätzter langfristiger Bedarf
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