BASF setzt Teilverkauf von Wohnungsbeständen aus

Maßgeblich veränderte Rahmenbedingungen führen zu Neubewertung des geplanten Wohnungsverkaufs
Lorenz Selinger
Lorenz Selinger
Gesellschaftshaus der BASF, Fahnen
Gesellschaftshaus der BASF, Fahnen
© BASF SE 67056 Ludwigshafen

BASF hat entschieden, den im Februar 2026 angekündigten Verkaufsprozess für einen Teil des Wohnungsbestands ihrer Tochtergesellschaft BASF Wohnen + Bauen GmbH auszusetzen.

Die Veräußerung war mit Blick auf die Unternehmensstrategie vorgesehen, bei der sich BASF verstärkt auf ihre Kerngeschäfte fokussieren wird. Geplant war die Vermarktung von insgesamt rund 4.400 Wohneinheiten. Dabei handelte es sich um 3.300 Wohnungen, die als Gesamtpaket inklusive Gebäude verkauft werden sollten, sowie 1.100 einzelne Eigentumswohnungen. Der Veräußerungsprozess für das Gesamtpaket wird bis auf Weiteres ausgesetzt, der Verkauf der Eigentumswohnungen hingegen fortgesetzt.

Im Rahmen der Vermarktungsaktivitäten für das Gesamtpaket hat BASF Gespräche mit verschiedenen potenziellen Interessenten geführt. Dabei zeigte sich grundsätzlich ein hohes Interesse an dem Portfolio. Nach eingehender Prüfung der eingegangenen Angebote und einer Bewertung der aktuellen Marktbedingungen ist BASF zu dem Schluss gekommen, dass ein Verkauf zum jetzigen Zeitpunkt nicht den angestrebten Mehrwert für das Unternehmen erzielen würde.

„Die Voraussetzungen am Immobilien- und Kapitalmarkt haben sich in den vergangenen Monaten maßgeblich verändert. Die Vermarktung erfolgt aktuell in einem veränderten Zinsumfeld sowie einem weiterhin volatilen Markt, der durch Unsicherheiten geprägt ist. Wir sehen uns in der Verantwortung, wirtschaftlich nachhaltige Entscheidungen zu treffen. Ein nicht wertsteigernder Verkauf ist daher keine Option für uns. Aus diesem Grund setzen wir den Prozess bis auf Weiteres aus und beobachten die Marktentwicklung.“
—Helmut Winterling, President Europäische Verbundstandorte der BASF SE.