Baulücken in Wien

Eine KI-Analyse von PROPCORN AI deckt 1,29 Millionen m² komplett ungenutztes Grundstückspotenzial auf
Lorenz Selinger
Lorenz Selinger
Althangrund, Franz-Josefs-Bahnhof, ehemalige WU-Wien, Bundeskriminalamt, Müllverbrennungsanlage Spittelau
Althangrund, Franz-Josefs-Bahnhof, ehemalige WU-Wien, Bundeskriminalamt, Müllverbrennungsanlage Spittelau
© Stadt Wien/Christian Fürthner

Der Wiener Wohnungsmarkt steht unter enormem Druck: Während bezahlbarer Wohnraum zur Mangelware wird und die Preise für bestehende Immobilien steigen, zeigt eine neue, flächendeckende Datenanalyse von PROPCORN AI ein überraschendes Bild. Nach einer früheren Untersuchung des Nachverdichtungspotenzials bestehender Gebäude hat das Prop Tech-Unternehmen nun das gesamte Wiener Stadtgebiet auf komplett leere, unbebaute Grundstücke - sogenannte Baulücken - systematisch analysiert. Das Ergebnis offenbart eine erhebliche Effizienz- und Aktivierungslücke auf dem gesamten Markt: in Wien schlummert eine gigantische Reserve an bereits gewidmetem Bauland mit fertigen Bebauungsplänen, die derzeit völlig ungenutzt brachliegt.

Die von PROPCORN AI vorgelegten Zahlen sind ein Weckruf für den gesamten Immobiliensektor: Das identifizierte Gesamtpotenzial an ungenutzten Baulücken im Wiener Stadtgebiet entspricht einer Fläche von genau 1.290.000 m². Für die Analyse wurden ausschließlich alle für den Wohn- und Grünlandwidmungen wie Eklw (Kleingartengebiet für ganzjähriges Wohnen), Esp (Sport- und Spielplätze) sowie Spk (Parkschutzzonen) wurden bewusst ausgeschlossen, um ein realistisches und sofort aktivierbares Potenzial aufzuzeigen. Würde man diese rein baulichen Reserven strategisch mobilisieren, könnten hier auf der Stelle rund 25.800 neue Wohneinheiten entstehen - und das, ohne auch nur einen einzigen Quadratmeter neue Grünflächen oder geschützte Parkzonen am Stadtrand zu versiegeln.

,,Wien verfügt über einen enormen, im Boden verborgenen Schatz an komplett leeren Baulücken, der quer durch alle Eigentümerstrukturen hinweg ungenutzt bleibt. Während oft argumentiert wird, es gäbe im innerstädtischen Bereich kaum noch Platz für neuen Wohnbau, beweisen unsere Daten das Gegenteil. Diese Grundstücke verfügen bereits über entsprechende Bebauungspläne und sind sofort bebaubar. Sie müssen nicht erst aufwendig umgewidmet werden - sie müssen aktiviert und bebaut werden.”
—Niki Stadler, CEO von PROPCORN AI

Mithilfe moderner Algorithmen hat PROPCORN AI den gesamten Wiener Kataster und geografische Datenstrukturen analysiert. Das Ergebnis dieser Analyse widerlegt den Mythos, dass Wien keinen Platz mehr für den dringend benötigten Wohnungsbau hat. Die KI-gestützte Auswertung zeigt präzise Standorte auf, an denen moderne Wohnsiedlungen, Nachverdichtungen oder urbane Projekte realisiert werden können, die aktuell jedoch als einfache Brachflächen, Restflächen oder ungenutzte Freiräume unproduktiv bleiben.

Vorgeschlagene Lösung

PROPCORN AI appelliert an alle Akteure des Wiener Immobilienmarktes - von der Stadtverwaltung über gemeinnützige Bauvereinigungen bis hin zu privaten Eigentümern-, die Mobilisierung dieser Baulücken radikal zu beschleunigen. Anstatt wertvolle Jahre mit langwierigen Verfahren zur Neuwidmung von Flächen auf der grünen Wiese zu verschwenden, sollte das bereits vorhandene, voll erschlossene Baugrundpotenzial innerhalb des bestehenden Stadtgebiets gehoben werden. Durch gezielte Anreize, partnerschaftliche Modelle und digitale Transparenz könnte der Wiener Immobilienmarkt schrittweise entlastet und die Wohnungskrise effizient entschärft werden.