Baumit nimmt neue Rohmehlmühle in Betrieb

Großinvestition von über 22 Mio. Euro stärkt Standort und Region
Lorenz Selinger
Lorenz Selinger
Die neue Rohmehlmühle am Baumit Standort Wopfing ist in Betrieb und optimiert einen zentralen Prozessschritt in der Zementproduktion
Die neue Rohmehlmühle am Baumit Standort Wopfing ist in Betrieb und optimiert einen zentralen Prozessschritt in der Zementproduktion
© Kerstin Peel/Baumit

Das Baumit Stammwerk in Wopfing nahm kürzlich eine neue Rohmehlmühle in Betrieb. Die 22,6 Mio. Euro-Modernisierung stärke die Zukunftsfähigkeit des Werks, unterstützte Baumit als verlässlichen Arbeitgeber, Auftraggeber und Baustoff-Nahversorger der Region. Gleichzeitig reduziert die neue Anlage den Energieverbrauch im laufenden Betrieb deutlich – der Strombedarf sinkt um knapp 2.500 MWh pro Jahr.

 „ Für uns ist diese Investition vor allem ein Bekenntnis zum Standort Wopfing und die Region. Wir modernisieren einen zentralen Prozessschritt der Zementherstellung so, dass wir langfristig stabiler, wartungsärmer und mit deutlich geringerer Ausfallanfälligkeit produzieren können. Gleichzeitig verbessert die neue Rohmehlmühle die Energiebilanz spürbar – ohne Abstriche bei Qualität und Prozessstabilität. Das stärkt unsere Rolle als verlässlicher Partner für Bauwirtschaft und Region.“
—Manfred Tisch und Georg Bursik, Geschäftsführer der Baumit GmbH

Schlüsselprozess Rohmehl: Basis für stabilen Brennbetrieb

Bevor die mineralischen Ausgangsmaterialien in definierter Zusammensetzung und Feinheit zu Klinker gebrannt werden, leistet die Rohmehlmühle eine entscheidende Vorarbeit: Sie trocknet und vermahlt die Rohstoffe und erzeugt Rohmehl für den nachfolgenden Brennprozess im Drehrohrofen. Eine moderne Rohmehlmühle ist damit weit mehr als ein einzelnes Aggregat, sondern ein zentraler Stellhebel für Effizienz, Betriebssicherheit und Ressourcenschonung.

„ Unser Fokus lag darauf, das Gesamtsystem neu zu denken – nicht einzelne Komponenten einfach nur ersetzen. Durch die Optimierung der Strömungs- und Druckverhältnisse und durch das konsequente Minimieren unerwünschter Nebenluftanteile arbeitet die Anlage insgesamt ruhiger und deutlich energieeffizienter. Das ist für einen stabilen Betrieb ebenso wichtig wie für die langfristige Reduktion von Emissionen.“ 
—Gerhard Phillip, Baumit Umwelt- und Verfahrenstechnik 

Messbare Einsparung im laufenden Betrieb

Konkret sinkt der jährliche Strombedarf der neuen Rohmehlmühlenanlage um knapp 2.500 MWh. Das entspricht – je nach Haushaltsverbrauch – grob dem Jahresstrombedarf von rund 700 bis 800 Haushalten. Für Baumit ist dies ein weiterer Baustein, um die CO2-Emissionen in der Zementproduktion Schritt für Schritt zu senken – und damit auch den CO2-Fußabdruck der Herstellung konsequent weiterzuentwickeln.