Österreich bleibt ein Land der Sparerinnen und Sparer – das bestätigt die aktuelle Integral-Studie „Bausparen & Wohnen 2026“, genauso wie das präsentierte Jahresergebnis der heimischen Bausparkassen. 37 Prozent der Österreicher haben einen Bausparvertrag. 2025 wurden insgesamt 434.030 neue Bausparverträge abgeschlossen. Die Bauspareinlagen stiegen dabei auf mehr als Euro 15,02 Mrd., was einen Anstieg von Euro 626 Mio. im Vergleich zu 2024 bedeutet.
„Die Studie bestätigt: Bausparen ist für die Österreicher das Fundament für ihre finanzielle Zukunft – sicher, bewährt und einfach kalkulierbar.“—Andreas Kaim - Vorstandsvorsitzender s Bausparkasse
Sicherheit dominiert
Laut Integral-Studie behauptet sich das Bausparen als „sicherer Hafen“: 83 Prozent sehen den Bausparvertrag als sichere und risikolose Form des Vermögensaufbaus, 79 Prozent stufen ihn als ideal für Kinder und Jugendliche ein, 71 Prozent erkennen darin eine exzellente Basis für künftige Eigenmittel beim Immobilienerwerb und 69 Prozent beurteilen ihn als sinnvolle Lösung für mittelfristiges Sparen.
Die Treiber dieser positiven Wahrnehmung spiegeln sich auch in den konkreten Beweggründen wider: Sicherheit bleibt das entscheidende Motiv beim Abschluss eines Bausparvertrags, gefolgt von der Möglichkeit des regelmäßigen Sparens und einer attraktiveren Verzinsung gegenüber dem klassischen Sparbuch. Derzeit verfügt rund jeder dritte Österreicher (37 %) über einen aktiven Bausparvertrag – ein Wert, der nach dem Zuwachs im Vorjahr wieder das stabile Niveau von 2024 erreicht hat. 26 Prozent der Bevölkerung planen, in den kommenden ein bis zwei Jahren einen neuen oder zusätzlichen Vertrag abzuschließen; bei den 18- bis 29-Jährigen sowie in Haushalten mit Kindern liegt dieses Potenzial sogar deutlich höher.
„Die Studienergebnisse zeigen: Bausparen bleibt für die österreichische Bevölkerung ein verlässlicher Anker, denn die Kombination aus langfristiger Planbarkeit und hoher Sicherheit macht es zu einer der attraktivsten Sparformen. Erfreulich ist auch, dass die Hälfte der Österreicher dafür offen ist, ihren Bausparvertrag online abzuschließen – das zeigt, dass die Kundinnen und Kunden nicht nur dem Produkt vertrauen, sondern auch den modernen, digitalen Wegen, die wir dafür anbieten.“—Susanne Riess-Hahn - Wüstenrot Generaldirektorin
Online-Abschlüsse steigen
Digitalisierung und Kundenwünsche entwickeln sich dynamisch, und auch hier zeigt sich das große Vertrauen in die Bausparkassen: Bereits 50 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher können sich den Online-Abschluss eines Bausparvertrags vorstellen, 16 Prozent haben das digitale Onboarding schon aktiv genutzt. Unter jungen Erwachsenen, Menschen mit Matura, höherem Einkommen oder Kindern im Haushalt ist die Online-Bereitschaft besonders ausgeprägt.
Verlässlichkeit bei Wohnraumfinanzierung wichtig
Parallel zur Sparbereitschaft bleibt der Traum vom Eigenheim hochaktuell. Obwohl 60 Prozent grundsätzlich offen für eine Wohnbaufinanzierung sind, stufen 55 Prozent Sicherheit und Verlässlichkeit – etwa durch fixe Zinssätze und stabile Konditionen – als wichtigstes Entscheidungskriterium ein. Hier punkten Bausparkassen mit ihren jahrzehntelang bewährten Modellen: 19 Prozent aller Befragten und 31 Prozent der potenziellen Finanzierungsinteressierten würden „auf jeden Fall“ ein Wohnbaudarlehen bei einer Bausparkasse abschließen; diese Quote liegt damit sogar leicht über dem Vorjahreswert.
„Bausparfinanzierungen stehen seit Jahrzehnten für das gute Gefühl der Sicherheit. Durch sehr lange Fixzinsphasen können Darlehenskunden mit planbaren, langfristig stabilen Raten kalkulieren.“—Marcus Kapun - CEO start:Bausparkasse
Die vier österreichischen Bausparkassen konnten 2025 EUR 1,7 Mrd. an Wohnraumfinanzierungen vergeben.
Frühes und sicheres Ansparen für späteren Wohntraum „ein Muss“
Die Studie zeigt zugleich, wie sehr leistbares Wohnen ein gesellschaftliches Anliegen bleibt. Während 82 Prozent Eigentum als Ideal sehen, verzögert bei den derzeitigen Mieterinnen und Mietern vor allem die gestiegene Preisentwicklung den Schritt ins Eigenheim: 56 Prozent nennen fehlende Leistbarkeit, 43 Prozent zu wenig Eigenkapital als Haupthemmnisse. Im Durchschnitt fehlen dieser Gruppe rund 75 Prozent der erforderlichen Mittel. Gerade hier eröffnen Bausparlösungen potenziellen Erwerberinnen und Erwerbern – besonders jungen Familien – eine realistische Brücke zu den eigenen vier Wänden.
„Die aktuellen Ergebnisse unterstreichen einmal mehr, dass Bausparen in Österreich fest verankert ist und bleibt“, betont Christian Vallant, aktueller Vorsitzender des Bausparkassenverband Österreich. „Wir sehen ein stabiles Vertrauen in die Sicherheit unserer Produkte, eine wachsende Offenheit für digitale Wege und ein anhaltendes Bedürfnis nach planbarer Wohnraumschaffung. Bausparen ist das Mittel der Wahl, wenn es darum geht Vermögen aufzubauen, Eigenmittel zu sichern und Wohnträume Schritt für Schritt Realität werden zu lassen.“ Angesichts der intensiven Leistbarkeitsdebatte ist es jedoch unabdingbar, so früh wie möglich mit dem Ansparen zu beginnen, damit ausreichend Eigenmittel zur Verfügung stehen, sobald der Wunsch nach Wohneigentum schlagend wird. Mit Blick auf 2026 zeigt die Integral-Erhebung: Wer in Österreich spart, denkt an Sicherheit; wer Wohnträume hat, setzt auf Planungssicherheit. Der Bausparvertrag vereint beides – analog wie digital – und bleibt damit ein zentrales Element der heimischen Finanz- und Wohnkultur.
Darüber hinaus bleibt Bausparen ein Stabilitätsfaktor für die heimische Bauwirtschaft. Mit 33 Millionen an ausbezahlten Bausparprämien wurden knapp Euro 1,7 Mrd. an Wohnraumfinanzierungen kreiert.