Ein Bauunternehmen zieht in ein Haus, das selbst zeigt, wie sich Bauen verändert. An ihrem neuen Frankfurter Standort in der Europa-Allee 92 bündelt PORR auf knapp 1.000 m² mehrere zentrale Leistungsbereiche – der Mietvertrag für die Büroflächen läuft über 15 Jahre. Mit dem Einzug rückt PORR mitten ins Frankfurter Europaviertel, in unmittelbare Nachbarschaft zum F.A.Z.-Tower.
Im Timber Pioneer arbeiten künftig Teams aus Hochbau, Ingenieurbau und Spezialtiefbau sowie der H+E Haustechnik und Elektro GmbH unter einem Dach. Der Umzug innerhalb Frankfurts soll vor allem die Zusammenarbeit zwischen den Disziplinen vereinfachen: kürzere Wege, direktere Abstimmungen und eine engere Verzahnung der unterschiedlichen Fachbereiche bei komplexen Bauprojekten.
„Mit dem Umzug in den Timber Pioneer entwickeln wir unseren Standort Frankfurt gezielt weiter und schaffen optimale Voraussetzungen für die Zusammenarbeit unserer Teams. Gleichzeitig stärken wir unsere Position in einer der wichtigsten Bau- und Infrastrukturregionen Deutschlands“, sagt Marko Lehmann, Technischer Geschäftsführer Hochbau der PORR GmbH & Co. KGaA.
„Dass mit PORR ein Unternehmen aus der Baubranche in den Timber Pioneer einzieht, hat für uns eine besondere Aussagekraft“, sagt Christian Berger, Vorsitzender der Geschäftsführung bei UBM Development Deutschland. „Es bestätigt, was wir als Entwickler seit Langem sehen: Holzbau ist nicht nur eine Alternative zum konventionellen Bauen. Er ist ein wesentlicher Teil seiner Zukunft.“
PORR: Bauen aus einer Hand
Die PORR gehört zu den traditionsreichsten Bauunternehmen Europas. Die Muttergesellschaft PORR AG wurde 1869 gegründet und hat ihren Sitz in Wien. Das deutsche Unternehmen mit Hauptsitz in München deckt ein breites Spektrum der Bauwirtschaft ab: von Planung und Engineering über Hoch-, Ingenieur- und Spezialtiefbau bis zu Tunnel-, Verkehrswege- und Industriebau sowie Umwelttechnik.
Timber Pioneer: Holz trägt Büro
Auch die neue Adresse beschäftigt sich mit der Zukunft des Bauens. Der von UBM Development realisierte Timber Pioneer ist Frankfurts erstes Bürogebäude in Holz-Hybrid-Bauweise. Das Gebäude umfasst rund 15.800 m² Mietfläche auf sieben Vollgeschossen sowie einem Staffelgeschoss und erreicht eine Höhe von rund 37 Metern.
Rund 1.800 Kubikmeter FSC-zertifizierte Fichte wurden für die Konstruktion verbaut. Ein großer Teil der Holzstützen bleibt sichtbar und übernimmt tatsächlich statische Aufgaben. Nach Angaben des Entwicklers spart die Bauweise gegenüber einem konventionellen Neubau rund 80 Prozent CO₂, 40 Prozent Material und 30 Prozent Transportaufwand. Das Gebäude erhielt ein DGNB-Gold-Vorzertifikat.