Das forschende Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim hat den Grundstein für ein neues Büro- und Verwaltungsgebäude, dessen Energiekonzept auf Geothermie, Photovoltaik und Wärmepumpen basiert, gelegt. Der Neubau an der Ecke Altmannsdorfer Straße und Breitenfurter Straße entsteht in unmittelbarer Nähe zur bestehenden Unternehmenszentrale und wird künftig Platz für rund 990 Mitarbeitende bieten.
In sieben Obergeschoßen sind vor allem Büroflächen sowie eine moderne Besprechungslandschaft geplant, die allen Mitarbeitenden des Standorts zur Verfügung steht. Mit dem mehr als 100 Mio. Euro umfassenden Bauprojekt erweitert Boehringer Ingelheim sein modernes Arbeitsumfeld und bekräftigt sein langfristiges Bekenntnis zum Forschungs- und Produktionsstandort Wien.
Im Rahmen der Grundsteinlegung versenkten Pavol Dobrocky, Generaldirektor von Boehringer Ingelheim RCV, Harald Freudenthaler, Leiter Global Facilities and Engineering RCV, sowie der Meidlinger Bezirksvorsteher Wilfried Zankl gemeinsam eine Zeitkapsel im Fundament des Gebäudes. Sie enthält unter anderem eine Urkunde, eine Projektbeschreibung sowie eine aktuelle Tageszeitung und dokumentiert diesen Moment für künftige Generationen.
„Mit dem neuen Gebäude bekennen wir uns klar zum Standort Wien. Wir investieren damit in die Zukunft unseres Unternehmens und in jene Menschen, die hier jeden Tag wichtige Arbeit leisten. Der Neubau führt Mitarbeitende zusammen, die derzeit auf mehreren Standorten in Wien verteilt sind. Gleichzeitig entsteht am bestehenden Campus Raum für künftige Erweiterungen in Forschung und Produktion.“—Pavol Dobrocky - Generaldirektor
Das neue Gebäude, so Dobrocky, steht für eine Arbeitswelt, die noch stärker auf Zusammenarbeit, Flexibilität und Austausch ausgerichtet ist: Mitarbeitende können je nach Aufgabe jene Arbeitsumgebung wählen, die sie gerade brauchen – von ruhigen Fokusbereichen über Co-Working- und Multispace-Flächen bis hin zu kreativen Meetingräumen.
„Das neue Gebäude basiert auf einem modernen Energie- und Gebäudekonzept. Geothermie, Photovoltaik und eine durchdachte Gebäudetechnik tragen dazu bei, den Energiebedarf des Gebäudes effizient zu decken. Geothermie, Photovoltaik und eine durchdachte Gebäudetechnik sind zentrale Bestandteile des nachhaltigen Gebäudekonzepts des Neubaus in Wien.“—Harald Freudenthaler - Leiter Global Facilities and Engineering RCV
Ein besonders anschauliches Beispiel für die Nachhaltigkeit ist die Nutzung von Geothermie: Zu Projektbeginn wurden 90 Erdwärmesonden mit einer Tiefe von jeweils 150 Metern eingebracht. Sie liefern rund 420 Kilowatt Leistung. Das entspricht rechnerisch der Energieversorgung von 52 Einfamilienhäusern.
Die Bauarbeiten schreiten planmäßig voran. Der Tiefbau ist fertiggestellt und liegt nun auf Straßenniveau. Nun beginnt die Hochbauphase. Parallel laufen die Detailplanungen für Möblierung, IT und Fassadenkonzept. Das neue Gebäude soll 2027 bezogen werden.