Colliers hat mit der neuen internationalen Studie „Building Resilience: 5 Megatrends Redefining Corporate Real Estate“ einen umfassenden Ausblick auf jene Entwicklungen veröffentlicht, die die Zukunft von Corporate Real Estate und Workplace-Strategien maßgeblich prägen werden. Die Analyse identifiziert fünf globale Megatrends, die Unternehmen dazu zwingen, ihre Standort-, Talent- und Immobilienentscheidungen grundlegend neu zu denken.
Im Fokus stehen:
Die Studie zeigt deutlich: Unternehmen stehen vor einer Phase beispielloser Unsicherheit. Gleichzeitig entstehen neue Chancen für jene Organisationen, die frühzeitig auf Flexibilität, Resilienz und datenbasierte Entscheidungen setzen. Besonders der Einsatz von Künstlicher Intelligenz wird laut Colliers zum zentralen Transformationstreiber der kommenden Jahre.
„Es war noch nie so wichtig, über die tägliche Volatilität hinauszublicken und sich auf jene übergeordneten Trends zu konzentrieren, die die Zukunft der globalen Wirtschaft und der Unternehmen prägen werden. Während sich die Welt weiter verändert, sind strategische Entscheidungen rund um Standorte und Talente entscheidend für den Aufbau organisatorischer Resilienz. Die vollständigen Auswirkungen werden sich möglicherweise erst über Jahrzehnte entfalten – doch die Vorbereitung beginnt jetzt.“— Andrew Hallissey, Chief Executive Officer, Global Occupier Services
Die Studie zeigt zudem, dass viele Unternehmen trotz steigender Risiken noch nicht ausreichend vorbereitet sind. Besonders in den Bereichen KI-Transformation, Energieversorgung und Klimarisiken besteht erheblicher Handlungsbedarf.
Zu den zentralen Handlungsempfehlungen von Colliers zählen:
Investitionen in KI-Kompetenzen und digitale Infrastruktur: Unternehmen sollten gezielt in den Ausbau von KI-Kompetenzen, Umschulungen von Mitarbeitenden sowie in die technologische Infrastruktur investieren, um ihre Organisationen zukunftsfit zu machen. Gleichzeitig gewinnt die Verfügbarkeit von KI-Talenten zunehmend an Bedeutung für Standortentscheidungen. Darüber hinaus wird Flexibilität zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor, da der rasante technologische Wandel bestehende Anforderungen an Arbeitsplätze, Flächenbedarf und Organisationsstrukturen laufend verändert. Unternehmen müssen daher in der Lage sein, ihre Arbeitswelten schnell und flexibel an neue Entwicklungen anzupassen.
Klimarisiken erfordern resiliente Immobilienstrategien: Die Sensibilisierung für Klimarisiken sowie für Technologien und Maßnahmen zu deren Reduktion sollte in allen Unternehmensbereichen höchste Priorität haben, um Standorte und Immobilien langfristig resilient und zukunftssicher aufzustellen. Unternehmen sollten gefährdete Standorte systematisch analysieren. Besonders Regionen mit erhöhtem Risiko für Extremwetterereignisse oder regulatorische Veränderungen erfordern klare Maßnahmen wie Modernisierungen, Standortanpassungen oder langfristige Verlagerungsstrategien. Gleichzeitig wird es wichtiger, Mitarbeitende und Teams für Klimarisiken zu sensibilisieren und nachhaltige Technologien gezielt einzusetzen. Innovative, naturbasierte Lösungen – etwa Begrünungen zur Reduktion von Hitze – können dabei helfen, die Widerstandsfähigkeit von Immobilien zu erhöhen und gleichzeitig die Arbeitsqualität zu verbessern.
Energieversorgung als strategischen Standortfaktor: Unternehmen müssen die Energieversorgung ihrer Immobilienportfolios künftig stärker in ihre Standort- und Risikostrategien integrieren. Geopolitische Entwicklungen, steigender Energiebedarf und der Ausbau von Rechenzentren erhöhen den Druck auf bestehende Infrastrukturen und machen langfristige Planung essenziell. Gleichzeitig gewinnen Investitionen in energieeffiziente Gebäude, Modernisierungen und nachhaltige Lösungen zur eigenständigen Energiegewinnung an Bedeutung, da sie nicht nur Kosten senken, sondern auch den langfristigen Wert von Immobilien steigern können.
Demographischer Wandel erfordert Flexibilität auf allen Ebenen: Alternde Arbeitsmärkte in Europa und Nordamerika zwingen Unternehmen dazu, ihre Talentstrategien internationaler auszurichten und verstärkt auf neue Wachstumsmärkte zu setzen. Dabei gewinnen datenbasierte Arbeitsmarktanalysen sowie digitale Infrastruktur für globale Zusammenarbeit zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig steigen die Erwartungen jüngerer Generationen an Flexibilität, Work-Life-Balance und moderne Arbeitsumgebungen, weshalb Unternehmen ihre Arbeitsplatzkonzepte stärker auf unterschiedliche Generationen und neue Arbeitsmodelle ausrichten müssen.
Frühzeitige Anpassung an instabilere globale Weltordnung: Die Diversifizierung von Standort- und Lieferkettenstrategien durch den Aufbau von Präsenz in politisch neutralen oder freundlichen Märkten wie Mexiko, Vietnam oder Indien in Verbindung mit flexiblen „Hub-and-Spoke“-Modellen können helfen, Risiken zu reduzieren und Lieferketten widerstandsfähiger zu gestalten. Dabei werden zentrale Hubs in stabileren Märkten etabliert und anderswo Investments insgesamt weniger kapitalintensiv sowie anpassungsfähiger gestaltet. Dafür wird eine enge Abstimmung zwischen Real-Estate- und Supply-Chain-Teams immer wichtiger, um Lieferketten bei Bedarf kurzfristig und flexibel neu ausrichten zu können.
Die vollständige Studie sowie interaktive Inhalte sind online verfügbar unter:https://www.colliers.com/en-xe/research/building-resilience-5-megatrends-redefining-corporate-real-estate