IFA-Erfolgsprojekt „Baumstadt Floridsdorf “
Bereits mehr als 78 Millionen Euro privates Kapital investiert
REMAX-ImmoSpiegel Einfamilienhäuser 1. Halbjahr 2026
Der österreichische Einfamilienhausmarkt hat im ersten Halbjahr 2026 einen neuen Verkaufsrekord erreicht. 6.400 Einfamilienhäuser wurden laut Grundbuch verbüchert. Das sind um +1.374 Transaktionen oder +26,7 % mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Bereits 2025 war die Zahl der Verkäufe gegenüber dem historischen Tiefpunkt 2024 um ein Drittel (+31,6 %) gestiegen. Innerhalb von zwei Jahren erhöhte sich die Menge damit vom Tiefststand mit 3.840 um +2.560 Stück beziehungsweise +66,7 % auf 6.400 Häuser – eine neue Rekordmenge seit Beginn des REMAX-ImmoSpiegels im Jahr 2009.
Auch im längerfristigen Vergleich ist das Ergebnis bemerkenswert: Die bisherige Höchstmarke für ein erstes Halbjahr lag seit 2018 bei 5.919 Verbücherungen. Sie wurde 2026 um +481 Stück oder +8,1 % übertroffen. Der Zehnjahresdurchschnitt betrug 4.860 Verkäufe – 2026 liegt er um +31,7 % darüber.
„Ein Markt mit steigenden Verkaufszahlen und einer vergleichsweise moderat steigenden Preisentwicklung bietet gute Voraussetzungen für Käufer und Verkäufer. Bei Einfamilienhäusern sehen wir derzeit genau diese Entwicklung. Viele Interessenten erkennen, dass ein Neubau für sie finanziell kaum oder nicht leistbar ist, und orientieren sich deshalb verstärkt am Bestand. Sanierungsbedürftige Häuser können damit eine realistische Chance auf dem Weg ins Eigenheim eröffnen“, erklärt—Bernhard Reikersdorfer, MBA, Managing Director REMAX Austria.
Transaktionswert überspringt erstmals 2,0- und 2,5-Mrd.-Euro-Marke
Auch der Gesamtwert der gehandelten Einfamilienhäuser erreicht einen neuen Höchststand. Mit 2,57 Mrd. Euro übersteigt der Transaktionswert erstmals im ersten Halbjahr 2,0 Mrd. Euro, und zwar mehr als deutlich. Gegenüber 2025 beträgt der Anstieg +579 Mio. Euro oder +29,0 %. In den Jahren 2015 bis 2025 wurden im ersten Halbjahr immer Einfamilienhausverkäufe zwischen 1,24 und 1,99 Mrd. Euro getätigt, in den Jahren davor um weniger als eine Mrd. Euro.
Typischer Hauspreis knapp unter dem bisherigen Höchstwert
Der typische Preis eines österreichweit verkauften Einfamilienhauses liegt im ersten Halbjahr 2026 bei 349.536 Euro. Gegenüber 337.052 Euro im Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um +12.484 Euro oder +3,7 %. Die aktuelle Preismarke bleibt allerdings um -937 Euro oder rund -0,3 % unter dem bisherigen Höchstwert aus dem ersten Halbjahr 2023 mit 350.473 Euro. Die Verkaufsmenge und der Gesamtumsatz erreichen also neue Spitzenwerte, der typische Einfamilienhauspreis allerdings noch nicht.
„Wenn Baugrundstücke knapper und teurer werden, die Baukosten für Material und Personal deutlich steigen und Finanzierungen nicht mehr so günstig sind wie in den Boomjahren, gewinnt der Bestandsmarkt zunehmend an Bedeutung. Für immer mehr Einfamilienhausinteressenten wird es immer attraktiver, eine bestehende Immobilie zu kaufen, schrittweise zu sanieren und möglichst bald einzuziehen. Der Weg ins Eigenheim führt damit immer häufiger über den Bestand statt über den Neubau“, so Reikersdorfer weiter.—Bernhard Reikersdorfer
Unteres und oberes Preisviertel steigen stärker
Die beiden Viertel an den Enden des Preisspektrums zeigen ebenfalls eine Aufwärtsbewegung: Das günstigste Viertel aller verbücherten Einfamilienhäuser kostete im ersten Halbjahr 2026 höchstens 190.375 Euro, nach 180.000 Euro im Vorjahreszeitraum (+5,8 %). Das teuerste Viertel begann bei 485.000 Euro, nach 465.000 Euro im ersten Halbjahr 2025 (+4,3 %). Die Preisanstiege reichen damit über den typischen Kaufpreis hinaus in beide Marktsegmente.
Wenig Neubau zeigt Wirkung
Die Baubewilligungen für Ein- und Zweifamilienhäuser sanken im gesamten Jahr 2025 auf 31.979 Stück, nach 34.422 (2024) und 37.517 (2023). Das ist laut Statistik Austria der Tiefpunkt, zumindest seit 2010 und weit entfernt von den Höchstmengen der Jahre 2017 und 2019 mit bis zu 72.800 Einheiten, selbst noch von den 65.136 Haus-Bewilligungen aus 2021.
„Auch der Generationenwechsel bringt Bewegung in den Einfamilienhausmarkt. Viele Babyboomer, die selbst bereits gut mit Wohnraum versorgt sind, erben Häuser, die sie weder selbst nutzen noch für ihre Nachkommen brauchen. Diese Immobilien kommen zunehmend auf den Markt und eröffnen neuen Käuferschichten Chancen auf ein Eigenheim. Gleichzeitig ermöglicht der Verkauf geerbter Häuser häufig der nächsten Generation den Schritt von der Miete ins Eigentum – etwa in Form einer Eigentumswohnung für die Kinder in der Stadt. Umgekehrt zieht es aber auch viele junge Familien ins Umland, wo sie mehr Platz und ein familienfreundliches Umfeld vorfinden. Homeoffice und E-Mobilität machen dabei die tägliche Nähe zum Arbeitsplatz für viele weniger entscheidend.“—Bernhard Reikersdorfer
Bereits mehr als 78 Millionen Euro privates Kapital investiert
350 vollmöblierte Apartments zwischen Ostkreuz und Rummelsburger Bucht
Das Projekt ist Teil von REDUCE25, das den Materialverbrauch um 25 % senken soll