Elektronische Schließsysteme gewinnen an Bedeutung

Moderne Lösung für physischen Schutz, IT-Sicherheit und Zutrittsverwaltung
Dagmar Gordon
Dagmar Gordon
Elektronische Schließsysteme gewinnen an Bedeutung
Winkhaus PM kritische Infrastrukture
© Maren Kuiter
Elektronische Schließsysteme gewinnen an Bedeutung
Winkhaus
© 2022 Erik Isakson Photographics
Elektronische Schließsysteme gewinnen an Bedeutung
Elektronische Schließsysteme gewinnen an Bedeutung


Ein mehrtägiger Stromausfall in Berlin hat Anfang des Jahres eindrücklich gezeigt, wie verwundbar die zentrale Energieversorgung in Deutschland ist. Verantwortlich dafür war ein gezielter Angriff auf Teile der kritischen Infrastruktur. Die Bundesregierung hat nun  reagiert: In Zukunft sollen kritische Infrastrukturen deutlich besser gesichert werden. Damit wird der physische Schutz sensibler Einrichtungen zunehmend zur konkreten Aufgabe für Betreiber, nicht nur im Bereich der IT, sondern auch bei der Zutrittsorganisation und der Gebäudesicherung.   

Zur kritischen Infrastruktur zählen unter anderem Energie- und Wasserversorgung, Verkehrs- und Telekommunikationsnetze sowie Gesundheitseinrichtungen und zentrale Industriebetriebe. Im Mittelpunkt steht häufig die Cyber-Sicherheit. Doch auch unbefugter Zutritt zu Gebäuden, Immobilien und sensiblen Bereichen stellt ein erhebliches Risiko dar – mit potenziell weitreichenden Folgen für die Versorgungssicherheit und Betriebsabläufe. Vor diesem Hintergrund müssen Betreiber ihre Sicherheitskonzepte regelmäßig überprüfen und anpassen. Gerade bei wechselnden Dienstleistern, unterschiedlichen Nutzergruppen und hoher Personalfluktuation stoßen mechanische Systeme dabei oftmals an ihre Grenzen.    

NIS-2-Richtlinie erhöht Sicherheitsanforderungen zusätzlich

Elektronische Schließsysteme wie blueEvo von Winkhaus bieten hier Vorteile: Sie ermöglichen eine zentrale Verwaltung von Zutrittsrechten, schnelle Anpassungen bei Personalwechseln und eine transparente Dokumentation aller Zugangsereignisse. Mithilfe der Software BE blueControl lassen sich Berechtigungen zeitlich und räumlich differenziert steuern. Bei Schlüsselverlust kann das Identmedium sofort gesperrt werden – ohne dass Hardware kostenintensiv ersetzt werden muss. Dank sogenannter Virtual Network Hubs werden Änderungen ohne manuellen Aufwand umgehend wirksam. Zusätzlich erhöht die europäische NIS-2-Richtlinie die Anforderungen an die Sicherheit kritischer Einrichtungen. Betreiber müssen nachweisen, dass sie geeignete Maßnahmen zum Schutz vor physischen und digitalen Sabotageakten ergreifen. Elektronische Zutrittsorganisationen können dabei unterstützen, diese Vorgaben effizient umzusetzen. blueEvo überzeugt dabei sowohl softwareseitig als auch durch seine robuste Hardware: Zylinder, Beschläge und Zutrittsleser halten dank flächenbündiger Installation selbst hohen mechanischen Belastungen und Manipulationsversuchen stand.   

Netzwerkausfälle können kompensiert werden

Auch im Ernstfall verbessert eine moderne Schließanlage die Betriebssicherheit. Die digitale Verwaltung funktioniert zeitweise ohne Netzwerkverfügbarkeit. In den Zutrittskontrollzentralen und Aufbuchlesern können Zutrittsberechtigungen vorsorglich gespeichert werden, sodass auch bei Netzwerkunterbrechungen der Zugang für bis zu 31 Tage gewährleistet bleibt. Sensible Daten werden darüber hinaus durch die eingesetzte Sicherheitsarchitektur zuverlässig geschützt. Sie verhindert unberechtigte Zutritte und bietet einen hohen Schutz vor Hackerangriffen.  

„Mit blueEvo verfolgen wir einen ganzheitlichen Ansatz für Anwendungen in sicherheitskritischen Bereichen. Neben technischen Schutzmaßnahmen war es uns wichtig, eine Lösung zu entwickeln, die Betreiber bei der Erfüllung regulatorischer Anforderungen unterstützt. Gleichzeitig war unser Ziel, die Systeme möglichst automatisiert und einfach bedienbar zu gestalten.“
—Volker Brink - Leiter Produktmanagement Zutrittsorganisation bei Winkhaus

In der Praxis bewähren sich elektronische Schließsysteme unter anderem bereits bei Versorgungsunternehmen, kommunalen Institutionen und in der Logistikbranche. Die aktuellen Maßnahmen der Bundesregierung verdeutlichen, dass elektronische Zutrittslösungen künftig eine noch größere Rolle beim Schutz kritischer Infrastrukturen spielen werden. Für Betreiber werden moderne Schließanlagen somit zu einem zentralen Bestandteil ganzheitlicher Sicherheitskonzepte.