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Europäische Investitionsbank unterstützt Wasserkraft-Ausbau in Oberösterreich

Die EIB stellt Investitionskredite von 320 Mio. Euro für den Bau des Pumpspeicherkraftwerks Ebensee bereit.
Dagmar Gordon
Ebensee
Ebensee
© Energie AG: Das Pumpspeicherkraftwerk in Ebensee wird seit 2010 geplant. Wann der Baustart erfolgen wird, ist weiter ungewiss

Die Energie AG plant Investitionen von mehr als 600 Millionen Euro in den Ausbau von Wasserkraft in Oberösterreich, wofür die EIB ein Finanzierungspaket von insgesamt 400 Millionen Euro genehmigt hat.

Die Europäische Investitionsbank (EIB) stellt der oberösterreichischen Energie AG ein Finanzierungspaket von insgesamt bis zu 400 Millionen Euro für den Ausbau der Wasserkraft zur Verfügung. Die Energie AG beabsichtigt, insgesamt mehr als 600 Millionen Euro in ein neues Pumpspeicherkraftwerk in Ebensee und ein geplantes Laufwasserkraftwerk in Roitham/Traunfall zu investieren.

Das Pumpspeicherkraftwerk Ebensee dient als grüne Batterie, indem es Schwankungen in der Stromerzeugung aus Wind- und Solaranlagen ausgleicht und so die Versorgungssicherheit gewährleistet. Die Finanzierungsverträge für das Projekt Ebensee von einem Gesamtvolumen von 320 Millionen Euro wurden jetzt im Hauptsitz der Europäischen Investitionsbank in Luxemburg unterzeichnet.

Dekarbonisierung der Wirtschaft

Das Projekt Ebensee stellt die bisher größte Einzelinvestition der Energie AG Oberösterreich dar und ist ein Meilenstein für die Transformation der Energieversorgung in Oberösterereich. Eine weitere Finanzierung mit einem Volumen von 80 Millionen Euro für das Laufwasserkraftwerk Traunfall, welches drei am Ende der Lebenszeit befindliche Wasserkraftwerke ersetzen soll, wurde seitens EIB ebenso vorab genehmigt. Eine Unterzeichnung der Finanzierungsverträge ist – vorbehaltlich der noch ausständigen Genehmigung des Projekts im Aufsichtsrat der Energie AG Oberösterreich – für 2025 geplant.

„Ein schneller Ausbau der erneuerbaren Energien ist entscheidend für die Dekarbonisierung der Wirtschaft. Die Wasserkraftwerke der Energie AG stellen einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung einer klimaneutralen Energieversorgung dar und tragen dazu bei, Europas Abhängigkeit von Öl- und Gasimporten zu reduzieren.“
—Thomas Östros - Vizepräsident der EIB

„Als Energie AG Oberösterreich haben wir mit unserer Strategie die Weichen für die maximale Dekarbonisierung des gesamten Unternehmens gestellt. Dafür investieren wir bis 2035 insgesamt vier Milliarden Euro in den Ausbau der erneuerbaren Energien und der Netze. Darüber hinaus investieren wir massiv in die Erzeugung von grünem Wasserstoff“, sagt Leonhard Schitter, CEO und Vorstandsvorsitzender der Energie AG Oberösterreich.

Nachhaltige Fianzierung

„Die nächsten Jahrzehnte werden in der Energiewirtschaft – und damit auch in der Energie AG Oberösterreich – geprägt sein von hohen Investitionserfordernissen im Transformationsprozess in Richtung der Entwicklung eines nachhaltigen Energiesystems. Ein zentraler Erfolgsfaktor in diesem Prozess ist eine frühzeitige Deckung zukünftiger Finanzierungserfordernisse zu optimalen Konditionen und Rahmenbedingungen. Wir freuen uns, mit der Europäischen Investitionsbank einen starken Partner bei dieser Herausforderung an Bord zu haben“, freut sich Andreas Kolar, Finanzvorstand der Energie AG Oberösterreich.

Das Projekt ist Teil des REPowerEU-Plans der Europäischen Union, das dem Ziel dient, die europäische Abhängigkeit von fossilen Energieträgern rasch zu reduzieren. Dank REPowerEU kann die EIB einen höheren Anteil an den Gesamtkosten finanzieren als die üblichen 30 bis 50 Prozent.

Die Investition unterstützt auch die Ziele des österreichischen Nationalen Energie- und Klimaplans (NEKP), der bis 2030 eine vollständige Umstellung der Stromerzeugung auf erneuerbare Energien vorsieht.