Quartier Q47: Mehr als die Hälfte der 213 Wohnungen übergeben
Was vor einiger Zeit noch eine Baustelle mit vielen Einzelmaßnahmen war, entwickelt sich zunehmend zu einem lebendigen Wohnquartier.
Die Nachfrage nach Wohnraum in den europäischen Großstädten und Ballungsgebieten bleibt hoch und befeuert Mietsteigerungen. Die Preisentwicklung für Eigentumswohnungen ist nach dem Abschwung in den vergangenen Quartalen in einer Stabilisierungsphase. Die hohe Inflation belastet die Haushaltsnettoeinkommen und sorgt gemeinsam mit der Preisentwicklung der vergangenen Jahre und den gestiegenen Finanzierungskosten für deutliche Zurückhaltung bei privaten Käufern. Das sind die zentralen Ergebnisse des aktuellen Catella Residential Market Overview Q1/2024, in der die Wohnungsmärkte von 63 Städten in 20 europäischen Ländern analysiert werden.
Prof. Dr. Thomas Beyerle, Head of Catella Group Research, kommentiert: „Mit der Stabilisierung der Finanzierungskonditionen Ende 2023 nimmt auch die Nachfrage im Wohneigentumssegment wieder etwas zu. In der Folge scheinen die Preise für Eigentumswohnungen ihren Boden gefunden zu haben. Die geringe Bautätigkeit in ganz Europa wird dazu führen, dass sich dieser Trend voraussichtlich verstetigt. Die Spitzenrenditen haben in einigen Ländern wie Finnland und den Niederlanden ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht und werden in eine Seitwärtsbewegung übergehen.“
Dr. Lars Vandrei, Senior Research Manager bei Catella Residential Investment Management, ergänzt: „Es gibt nach wie vor einen deutlichen Mangel an Wohnungsneubau insbesondere in den europäischen Großstädten und Ballungsgebieten, und aktuelle Baugenehmigungszahlen lassen mittelfristig nicht auf eine Belebung der Baudynamik hoffen. Im Gegenteil, das Problem der Wohnungsknappheit dürfte sich zunächst noch verschärfen und Mieten weiter steigen lassen.“
Die Ergebnisse im Einzelnen: Mietmarkt:
Eigentumsmarkt:
Renditen:
Fokus Deutschland:
Als Sonderthema greift Catella die kürzlich von der Europäischen Kommission veröffentlichte Analyse auf, die die Reparaturkosten am Gebäudebestand quantifiziert, die aufgewendet werden müssen, um die klimawandelbedingte Witterung am Gebäudebestand zu beheben. Im Business-as-usual-Szenario der Entwicklung von Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2100 (RCP8.5) würden in Summe der EU-Länder schätzungsweise rund 880 Milliarden Euro aufgewendet werden müssen. Am stärksten betroffen wird demnach Kroatien sein, mit jährlichen Aufwendungen von 0,87 % des Bruttoinlandsprodukts. Es folgen die Tschechische Republik mit 0,46 % und Polen mit 0,42 %. Am wenigsten betroffen sein werden Luxemburg (0,02 %), Irland (0,03 %) sowie Belgien und Deutschland (jeweils 0,04 %). Sollte es hingegen gelingen, die Treibhausgasemissionen auf ein stabilisierendes Niveau zu senken (RCP4.5), dürften die gesamten Reparaturkosten in der EU um mehr als 90% geringer ausfallen.
Was vor einiger Zeit noch eine Baustelle mit vielen Einzelmaßnahmen war, entwickelt sich zunehmend zu einem lebendigen Wohnquartier.
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