Wie lassen sich Gebäude heute rechtssicher betreiben, nachhaltig instandhalten und zugleich zukunftsfit weiterentwickeln? Diese Frage stand im Zentrum der Fachveranstaltung „Gebäude im Fokus: Rechtssicher. Effizient. Zukunftsfit.“ im Lentos Linz. Rund 100 Teilnehmer aus Wohnbau, Industrie, Architektur und Facility Management folgten der Einladung von FIX Gebäudesicherheit + Service und IMMOTECH Austria, um über aktuelle Entwicklungen, Risiken und Lösungsansätze im Gebäudebetrieb zu diskutieren. Mit Manfred Haimbuchner, Landeshauptmann-Stellvertreter in Oberösterreich, sowie weiteren hochkarätigen Experten aus Recht, Technik und Wissenschaft war die Veranstaltung prominent besetzt.
Steigende Anforderungen im Gebäudebetrieb
Der Betrieb von Immobilien steht zunehmend im Spannungsfeld rechtlicher Vorgaben, technischer Entwicklungen und wirtschaftlicher Anforderungen. Insbesondere Haftungsfragen, steigende Sicherheitsanforderungen sowie der zunehmende Druck zur Effizienzsteigerung stellen Eigentümer und Betreiber vor komplexe Herausforderungen.
Den Auftakt machte Christoph Kothbauer, renommierter Experte für Wohn- und Immobilienrecht, mit einem fundierten Überblick über die rechtlichen Rahmenbedingungen im Gebäudebetrieb. Er zeigte auf, dass die Verantwortung für die Gebäudesicherheit kontinuierlich zunimmt und sich Haftungsmaßstäbe zunehmend am aktuellen Stand der Technik orientieren. Selbst ein baurechtlich genehmigter Zustand bietet keine vollständige Absicherung, wenn Sicherheitsanforderungen laufend überprüft und angepasst werden.Praxisbeispiele zeigen HandlungsbedarfEinen praxisnahen Blick auf typische Schwachstellen in Gebäuden bot Martin Benesch, staatlich befugter und beeideter Ziviltechniker sowie allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger. Anhand zahlreicher realer Schadensbilder zeigte er, wie häufig Mängel bei Abdichtungen, Anschlüssen oder im Brandschutz auftreten und welche Folgen unterlassene Instandhaltung haben kann.
Gebäude unterliegen von Beginn an einem kontinuierlichen Alterungsprozess, dem nur durch regelmäßige Wartung und gezielte Instandsetzung begegnet werden kann. Besonders deutlich wurde: Fehlende oder verzögerte Maßnahmen erhöhen nicht nur die Kosten, sondern können auch die Nutzungsdauer eines Gebäudes erheblich verkürzen. Gleichzeitig zeigte sich, dass Instandhaltung und Instandsetzung nur dann nachhaltig wirksam sind, wenn sie gewerkeübergreifend gedacht und umgesetzt werden.
Digitalisierung und KI als Zukunftstreiber
Einen Blick in die Zukunft des Gebäudebetriebs gaben Gerald Schweiger und Oliver Englhardt von der Technischen Universität Wien. Als ausgewiesene Experten im Bereich digitaler Gebäudetechnologien zeigten sie auf, wie moderne Sensorik, Computer Vision und künstliche Intelligenz die Gebäudeerfassung und Zustandsbewertung automatisieren und Mängel frühzeitig erkennbar machen.
Darüber hinaus können KI-gestützte Prognosen zudem die Energie- und Betriebseffizienz deutlich verbessern. Intelligentes Asset Management auf Basis vernetzter Gebäudedaten und Simulationen schafft die Grundlage für nachhaltige Investitionsentscheidungen und unterstützt kreislauffähige Bauweisen.Regulierung mit AugenmaßAuch die politischen Rahmenbedingungen standen im Fokus der Veranstaltung. Manfred Haimbuchner, Landeshauptmann-Stellvertreter und Wohnbaureferent des Landes Oberösterreich, ordnete die aktuellen Anforderungen an Gebäude aus Sicht von Wohnbau, Regulierung und Leistbarkeit ein. Dabei wurde deutlich: Zukunftsfähige Gebäude brauchen hohe Qualitätsstandards, technologische Offenheit und kontinuierliche Verbesserung – zugleich aber auch praxistaugliche Rahmenbedingungen, damit Sicherheit, Energieeffizienz und Leistbarkeit miteinander vereinbar bleiben.
Sein Beitrag unterstrich, dass der professionelle Gebäudebetrieb längst nicht mehr nur eine technische oder rechtliche Frage ist, sondern auch gesellschaftliche und wirtschaftliche Relevanz hat. Gerade im Spannungsfeld von Klimazielen, Gebäuderichtlinien und steigenden Kosten gewinnen Lösungen an Bedeutung, die Eigentümer und Betreiber nicht zusätzlich belasten, sondern sie dabei unterstützen, Gebäude Schritt für Schritt sicherer, effizienter und nachhaltiger zu machen.Ganzheitlicher Blick auf Gebäude als SchlüsselDie Fachvorträge machten deutlich: Einzelmaßnahmen reichen nicht aus, um Gebäude nachhaltig und rechtssicher zu betreiben. Vielmehr braucht es einen ganzheitlichen Ansatz, der rechtliche, technische und organisatorische Aspekte über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes hinweg verbindet.
Genau hier setzen die Leistungen von FIX und IMMOTECH an: Während FIX Gebäudesicherheit + Service den operativen Gebäudebetrieb, Wartungen und Prüfungen sowie die laufende Betreuung technischer Anlagen abdeckt, bringt IMMOTECH umfassende Expertise in der Objektsicherheit, technischen Bewertung und digitalen Erfassung von Immobilien ein. Gemeinsam entsteht so ein durchgängiger Ansatz – von der Analyse über die Umsetzung bis hin zum sicheren, effizienten und nachhaltigen Betrieb.
„Rechtssicherheit im Gebäudebetrieb entsteht dort, wo Technik, Wartung und Sicherheit konsequent zusammengedacht werden. Genau diesen ganzheitlichen Ansatz verfolgen wir bei FIX – mit dem Ziel, Risiken frühzeitig zu erkennen und nachhaltig zu vermeiden.“—Robert Punzenberger - Geschäftsführer der FIX
„Mit IMMOTECH setzen wir zukunftsweisende Maßstäbe in der Verkehrssicherheit für Bewohner und in der Rechtssicherheit für Eigentümer. Unser Anspruch ist es, Gebäude nicht nur zu prüfen, sondern sie mit digitalen Lösungen, fundierter Expertise und vorausschauender Beratung langfristig sicher und werterhaltend zu machen“, betont David Michael Hopf, Geschäftsführer der IMMOTECH.
Sicherheit als integraler Bestandteil moderner Gebäude
Auch das Thema Brandschutz wurde im Rahmen der Veranstaltung als zentraler Bestandteil der Objektsicherheit hervorgehoben. Gerade bei Bestandsgebäuden zeigt sich häufig, dass sicherheitsrelevante Einrichtungen – etwa Brandschutztüren – nicht mehr dem aktuellen Stand entsprechen oder im laufenden Betrieb nicht ausreichend berücksichtigt werden.
Im Fokus stehen dabei zunehmend wirtschaftliche und praxisnahe Sanierungslösungen, die sich in bestehende Gebäude integrieren lassen, ohne aufwendige bauliche Eingriffe zu verursachen. Mit ihrer Expertise im baulichen Brandschutz bietet die Peneder Bau-Elemente GmbH hier maßgeschneiderte Lösungen – etwa durch den Einsatz von Sanierungszargen, die eine normgerechte Erneuerung von Brandschutztüren bei minimalem Eingriff in die bestehende Bausubstanz ermöglichen.
Damit ergänzt Peneder den ganzheitlichen Ansatz der Veranstaltung und trägt dazu bei, Gebäude im Bestand effizient, normkonform und nachhaltig sicher zu betreiben.Plattform für Austausch und VernetzungNeben den Fachvorträgen bot die Veranstaltung im Lentos Linz auch Raum für intensiven Austausch zwischen den Teilnehmern. Vertreter aus Wohnbau, Industrie und Dienstleistungssektor nutzten die Gelegenheit, um Erfahrungen zu teilen, konkrete Fragestellungen zu diskutieren und neue Perspektiven für den Gebäudebetrieb zu gewinnen. Die hohe Teilnehmerzahl und das große Interesse zeigen: Der professionelle und rechtssichere Gebäudebetrieb entwickelt sich zunehmend zu einem zentralen Erfolgsfaktor – wirtschaftlich, technisch und im Hinblick auf Sicherheit, Nachhaltigkeit und Werterhalt.