Statements zum gestrigen EZB-Zinsentscheid
Maximilian Radert, Steffen Sebastian, Francesco Fedele, Ulrich Creydt und Richard Pail kommentieren
Der österreichische M&A-Markt zeigte sich im ersten Halbjahr 2025 zweigeteilt: Die Zahl der Transaktionen sank leicht um 4,8 Prozent auf 118 Deals, gleichzeitig stieg das Volumen auf den Rekordwert von 17,3 Milliarden Euro. Haupttreiber waren zwei Großtransaktionen – die geplante Übernahme von Santander Polen durch die Erste Group (7 Mrd. €) und ein neues Chemie-Joint-Venture von OMV und ADNOC (8,9 Mrd. €).
„Das starke Volumenwachstum zeigt, dass Investor:innen gezielt auf einzelne, strategisch relevante Transaktionen setzen.“—Eva-Maria Berchtold, Partnerin bei EY Österreich.
Der globale M&A-Markt legte im gleichen Zeitraum deutlich zu: Mit einem Volumen von 2,1 Billionen US-Dollar verzeichnete er ein Plus von 30 %. Die meisten Deals weltweit entfielen auf den Technologiesektor (488 Mrd. USD), in Österreich dominieren weiterhin Industrie sowie Telekommunikation, Medien und Technologie (TMT).
Strategische Käufer waren hierzulande erneut die treibende Kraft – 109 der 118 Transaktionen fielen in diese Kategorie. Private-Equity-Deals blieben mit nur neun Transaktionen weiter die Ausnahme.
Bei internationalen Beteiligungen waren 48 Inbound-Deals verzeichnet worden, meist durch europäische Investoren, vor allem aus Deutschland. Outbound-Deals – also Käufe österreichischer Firmen im Ausland – waren mit 46 Stück zwar rückläufig, machten aber über 94 % des gesamten Volumens aus.
Branchenschwerpunkt war der Industriesektor mit 34 Transaktionen. Das höchste Volumen entfiel auf Life Sciences & Chemicals (8,9 Mrd. €) sowie Financial Services (7,1 Mrd. €) – jeweils gestützt durch große Auslandsdeals.
„Insbesondere die österreichische Industrie zeigt nachhaltige Stärke und strategisches Entwicklungspotenzial“, erklärt Berchtold. Sie sieht Chancen vor allem in Feldern wie Energieeffizienz, Kreislaufwirtschaft und KI-Infrastruktur.
Für das zweite Halbjahr bleibt der Ausblick vorsichtig: Hohe Zinsen, geopolitische Unsicherheiten und regulatorischer Druck wirken bremsend. Dennoch gibt es Potenzial – laut Robert Hufnagel, Leiter M&A Advisory bei EY, insbesondere durch „technologiegetriebene Geschäftsmodelle und nachhaltige Industrieprojekte“.
Maximilian Radert, Steffen Sebastian, Francesco Fedele, Ulrich Creydt und Richard Pail kommentieren
Liberale Immobilienrunde fordert grundlegende Vereinfachung technischer Standards und verlässliche rechtliche Rahmenbedingungen.
Bondi Consult hat seinen Unternehmenssitz in die Eigenentwicklung Central Hub in Wien-Floridsdorf verlegt