Die US-Notenbank Federal Reserve hat ihren Leitzins am Mittwoch wie erwartet unverändert in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belassen. Die Währungshüter setzen damit ihren abwartenden Kurs fort, während sie weitere Hinweise zur Entwicklung von Inflation und Konjunktur abwarten.
Fed-Chef Jerome Powell steht vor einem schwierigen Abwägungsprozess: Die Inflation in den USA lag im Februar 2026 bei 2,4 Prozent und damit weiterhin über dem Zielwert der Notenbank von 2 Prozent – ein Argument für eine straffere Geldpolitik. Gleichzeitig mehren sich jedoch die Anzeichen einer konjunkturellen Abschwächung. So wuchs die US-Wirtschaft im vierten Quartal 2025 nur noch um 0,7 Prozent. Zudem gingen im Februar 92.000 Arbeitsplätze verloren – deutlich mehr als von Experten erwartet. Für sich genommen wären dies klare Argumente für eine Zinssenkung.
In ihrem Statement betonte die Fed, dass die Inflation zwar zuletzt nachgelassen habe, aber weiterhin über dem Zielwert liege. Der Arbeitsmarkt zeige sich insgesamt robust, mit ersten Anzeichen einer moderaten Abschwächung.
Die Entscheidung fiel mit klarer Mehrheit: Die überwiegende Zahl der Notenbanker stimmte für eine unveränderte Zinspolitik, während ein Mitglied für eine Zinssenkung um 0,25 Prozentpunkte votierte.
Für die kommenden Monate signalisiert die Fed weiterhin Zurückhaltung. Künftige Zinsschritte würden „von der Gesamtheit der Daten, dem wirtschaftlichen Ausblick und der Risikoeinschätzung“ abhängen.
Der Druck auf die Fed dürfte hoch bleiben. Sollte sich der Krieg im Iran weiter hinziehen und die Preise erneut anziehen, könnte Powell gezwungen sein, auf einer seiner letzten Sitzungen doch noch die Zinsen zu senken.