Gerade in Zeiten wie diesen braucht es positive Nachrichten. Und die gibt es seitens FIABCI und ÖVI: Der begehrte heimische Immobilienpreis, der FIABCI Prix d’Excellence Austria, wird auch in diesem Jahr verliehen. Bis zum 3. Juni können Investoren, Architekten, Projektentwickler, Kommunen und jeder am Projekt Beteiligte herausragende Immobilienprojekte einreichen. Anders als reine Architekturpreise bewertet dieser international etablierte Award Projekte in ihrem gesamten wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Kontext.
Wie erfolgreich und durchdacht österreichische Immobilienprojekte sein können, zeigte sich bereits bei der Erstausgabe des Wettbewerbs im Jahr 2018. Zwei österreichische Sieger-Projekte holten sich im Anschluss auch noch Gold beim internationalen FIABCI World Prix d‘Excellence in Moskau. Und zwar in jenen Kategorien, die weltweit die größte Bedeutung haben:Sustainability und Affordable housing. Eines davon waren die PopUp dorms Seestadt, das vor allem für seinen nachhaltigen Umgang mit Boden-Ressourcen von der Jury ausgezeichnet wurde. Bei dem Projekt handelte es sich um temporäre Wohneinheiten für Studenten, die flexibel auf- und wieder abgebaut werden können. Zudem wurde damit erstmals ein Passivhaus günstiger als zu ortsüblichen Baukosten für den sozial geförderten Wohnbau realisiert – und das in nur rund zwei Wochen Bauzeit.
„Der Gewinn des FIABCI World Prix Award 2019 für unser Projekt PopUp dorms hat deutlich gemacht, dass leistbares Wohnen und konsequenter Klimaschutz kein Widerspruch ist“, sagt Günter Lang, Projektleiter der PopUp dorms und Geschäftsführer von LANG Consulting. „Ganz im Gegenteil: Ressourcenschutz bzw. -schonung muss zur Grundvoraussetzung werden, um die künftigen Herausforderungen der Klimakrise, welche weit dramatischer sein werden als die Corona-Krise, meistern zu können. Wir freuen uns, diesem in der Immobilienbranche noch immer zu gering beachteten Aspekt national und international damit eine gebührende Aufmerksamkeit verschafft zu haben.“
Die Branchenverbände FIABCI, der Internationale Verband für Immobilienberufe, und ÖVI, der österreichische Verband der Immobilienwirtschaft vergeben 2020 zum zweiten Mal den FIABCI Prix d’Excellence in Österreich, trotz oder gerade wegen der aktuellen Lage.
Hannes Horvath, der inhaltlich für die Programmierung des FIABCI Prix d’Excellence verantwortlich und Juryvorsitzender ist, betont wie folgt: „In diesem besonderen Jahr ist es umso wichtiger, Österreichs Innovationsbereitschaft zu zeigen. Und gerade jetzt werden Themen wie Nachhaltigkeit und leistbares Wohnen immer wichtiger. Uns ist es wichtig, innovative und nachhaltige Projekte zu zeigen, die unserer Branche als Vorbilder dienen sollen."
Auch die interdisziplinäre Zusammensetzung der Jury und der Entscheidungsweg machen diesen Preis einzigartig: Hochqualifizierte, unabhängige Jurymitglieder sorgen für einen streng objektiven, transparenten Auswahlprozess nach klar nachvollziehbaren 9 Kriterien – darunter das Projektkonzept, die Projektentwicklung, Architektur sowie Nachhaltigkeit, Innovation und Nutzungsperspektiven, Integration ins Umfeld, Zukunftsperspektiven, Finanzen und Marketing. Unter den Jurorinnen und Juroren sind Hannes Horvath, Matthias Rant, Präsident des österreichischen Sachverständigenverbandes, Architektin Christa Reicher, Zukunftsforscher Harry Gatterer, Markt- und Meinungsforscher Peter Hayek, Kommunikationsexperte Clemens Kopetzky, die erfahrene Liegenschaftsberaterin Claudia Nutz, Finanzexperte Martin Sabelko, Hochbau-Konsulent Markus Werner und Klaus Wolfinger, Bauträgersprecher des ÖVI.