Forderung nach frischer Luft

ZULuft und Andreas Jäger: gemeinsam für gesunde Raumluft
Dagmar Gordon
Dagmar Gordon
Wolfgang Hucek, Geschäftsführung Trox Austria + CEE GmbH Vorsitzender des Vorstandes des Vereins ZULuft und Andreas Jäger, Meteorologe und Klimaexperte, werden gemeinsam aktiv, um das Bewusstsein für gesunde Raumluft zu stärken und gesetzliche Standards und Richtlinien auch in Österreich an die Politik heranzutragen.
Wolfgang Hucek, Geschäftsführung Trox Austria + CEE GmbH Vorsitzender des Vorstandes des Vereins ZULuft und Andreas Jäger, Meteorologe und Klimaexperte, werden gemeinsam aktiv, um das Bewusstsein für gesunde Raumluft zu stärken und gesetzliche Standards und Richtlinien auch in Österreich an die Politik heranzutragen.
© ZULuft

Den Österreichern ist eine gesunde Luft wichtig und das vor allem auch in Innenräumen wie in Büros. Eine aktuelle IMAS-Studie zeigt, dass 87% der Österreichern eine gute Luft für mehr Arbeitsmotivation brauchen und sich wünschen. Gute Luft in Räumen kommt jedoch nicht von selbst. Leider gelten in Österreich noch keine umfangreichen gesetzlichen Standards und vorgeschriebenen Richtlinien dafür. Das soll sich kündig ändern. Klimaexperten Andreas Jäger setzt daher gemeinsam mit dem Verein Zukunft Luft Austria, ZULuft, jetzt noch stärker auf Aufklärung: denn ungesunde Luft macht nachhaltig krank.

Erwachsene Menschen atmen rund 20.000 Mal am Tag. Das Ein- und Ausatmen ist ein automatischer Reflex. Doch jeder Atemzug kann krank machen, wenn ungesunde Luft auf Dauer eingeatmet wird. Die Diagnosen reichen bis hin zu chronischen Atemwegserkrankungen. 

„Wir sprechen ständig über einen gesunden Lebensstil mit ausgewogener Ernährung, regelmäßiger Bewegung oder ausreichend Schlaf. Dabei vergessen wir oft die Luft, die wir täglich einatmen – und die atmen wir zu 90% in geschlossenen Räumen, weil wir uns kaum mehr draußen bewegen! Gesunde Raumluft ist also eine zentrale Grundlage für unser Wohlbefinden, unsere Leistungsfähigkeit und unsere Gesundheit. Genau deshalb unterstütze ich die Initiative von ZULuft: Wir müssen dem Thema einer gesunden Raumluft endlich die Aufmerksamkeit geben, die es verdient“, betont Andreas Jäger, Meteorologe und Klimaexperte. Dazu ergänzt Wolfgang Hucek, Geschäftsführung Trox Austria + CEE GmbH und Vorsitzender im Vorstand von ZULuft: „Gesunde Raumluft braucht eine gesetzliche Verankerung. Denn wir verbringen in Österreich den Großteil des Tages in Innenräumen – im Büro, in Schulen, Kindergärten oder zu Hause.“ Besonders im Arbeitsumfeld wird laut einer aktuellen IMAS-Studie die Qualität der Raumluft als entscheidender Faktor wahrgenommen.

Frische und gesunde Luft macht zufriedener

Umfrage-Teilnehmer, die in einem Büro arbeiten, stimmen zu 88% zu, dass gesunde Luft sehr wichtig ist. Gesunde Luft in Büros wird zudem als wichtigster Faktor für die Arbeitszufriedenheit angesehen. Die Hälfte der befragten Gruppe an Erwerbstätigen ist mit ihrem aktuellen Arbeitsplatz insgesamt sehr zufrieden. Personen, deren Arbeitsstätte mit einem Lüftungsgerät ausgestattet ist sowie Personen, die in einem Gebäude arbeiten, das jünger als 11 Jahre ist, sind zudem ebenso zufriedener.

Raumluft als unterschätzter Gesundheits- und Zufriedenheitsfaktor

Gesunde Raumluft ist kein Nice to have. Die skandinavischen Staaten führten vor Jahren bereits Standards für die sogenannte „Indoor Air Quality“ ein. Österreich hinkt in diesem Bereich noch hinterher. ZULuft appelliert daher an Politik, Unternehmen sowie Betreiber:innen von Schulen und Kindergärten, mehr Verantwortung für gesunde Raumluft zu übernehmen. „Gesunde Raumluft ist ein Grundbedürfnis. Die IMAS-Studie zeigt eindeutig, dass die Bevölkerung diesem Thema große Bedeutung beimisst. Jetzt braucht es den nächsten Schritt: klare gesetzliche Standards und regelmäßige Kontrolle der Raumluftqualität. Denn es geht um den Schutz von Mitarbeitenden, Kindern und Lehrenden“, so Hucek weiter, der im Verein ZULuft die führenden Unternehmen und Sachverständige aus der Lüftungs- und Klimatechnik vertritt.

Der Verein fordert unter anderem:

  • eine gesetzliche Verankerung der Raumluftqualität für öffentliche und private Gebäude
  • verbindliche Parameter wie CO₂-Werte, Temperatur, Luftfeuchte, Luftwechselrate, Feinstaub und Pollenbelastung
  • regelmäßige Messungen und Kontrollen dieser Werte
  • eine Ausweitung von Förderungen für moderne Lüftungs- und Klimasysteme mit Wärmerückgewinnung