„Hitzewellen und überlastete Kälteanlagen werden für gewerbliche Gebäude zur echten Gesundheits- und Klimaresilienzfrage. Das zeigt sich besonders drastisch in Kliniken, Seniorenheimen, Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen, wo Menschen auf ein gutes Raumklima angewiesen sind. Hitzeschutz muss deshalb fest in Planung, technischer Ausstattung und dem laufenden Betrieb verankert werden: Intelligente Sensorik, KI-Analysen und wetterprädiktive Regelung werden zum Pflichtprogramm; Werden moderne, reversible Wärmepumpen von vornherein mit Flächenkühlung kombiniert geplant, lässt sich der Komfort bei gleichzeitig niedrigeren Kosten gegenüber herkömmlichen Split-Geräten deutlich steigern. Die Nutzung dynamischer Stromtarife in Kombination mit KI-basierter Bedarfsvorhersage kann die anfallenden Stromkosten nachweislich weiter reduzieren. Die Technologie ist da. Jetzt braucht es politischen Willen und ein Umdenken entlang der gesamten Wertschöpfungskette.“—Johannes Fütterer, CEO aedifion GmbH
„Um Immobilien gegen Extremwetter zu schützen, müssen wir viel pragmatischer werden. Gegen überhitzte Räume helfen z. B. Klimaanlagen am besten, sie werden in den Sommermonaten immer mehr zum Standortfaktor. Denn für viele Mitarbeiter ist eine angenehme Raumtemperatur inzwischen sogar ein Grund, ins Büro zu kommen. Den dafür benötigten Strom können wir sauber und günstig mit Photovoltaik erzeugen. Überhaupt sollten wir mehr auf innovative Technologien setzen, ich denke hier z. B. an Eisspeicher. In den kalten Monaten funktionieren sie als natürliches Wärmespeichersystem, während das im Winter entstandene Eis im Sommer als natürliche Klimaanlage genutzt werden kann. Auch beim Schutz vor Hochwasser funktionieren pragmatische Lösungen. Viele Kommunen haben bereits viel erreicht, Dresden ist ein gutes Beispiel. Frühere Hochwasserrisikogebiete sind heute dank Rückhaltebecken und Flutrinnen deutlich besser geschützt. Gleichzeitig investieren Eigentümer in Schutzmaßnahmen wie Schotts an Kellerfenstern oder Rückstauklappen in den Abwasserleitungen. Wenn Politik und Eigentümer zusammenarbeiten, können wir Städte, Gebäude und Menschen deutlich besser vor Extremwetterereignissen schützen."—Dirk Wichner, Mitglied der Geschäftsführung, DVI Gruppe
„Die zunehmenden Extremwetterereignisse gefährden die Nutzbarkeit von Immobilien. Dabei geht die größte Gefahr von Hitze aus. Ohne ausreichende Schutzmaßnahmen wird das Arbeiten in Bestandsgebäuden, die auf hohe Temperaturen nicht ausgelegt sind, in den Sommermonaten unerträglich. Um Überhitzung zu vermeiden, müssen die Gebäude energetisch ertüchtigt werden. Sonst steigt auch der Energieverbrauch, weil Mieter in überhitzten Räumen Klimaanlagen einsetzen. Eine weitere Gefahr geht von Hochwasser und Überschwemmungen aus, besonders in dicht bebauten Städten mit hohem Versiegelungsgrad. Überflutete Keller und Erdgeschosse können erhebliche Schäden verursachen, in Extremfällen droht durch Unterspülung sogar eine Gefährdung der Standsicherheit der Gebäude. Die Frage, wie wir Arbeits- und Wohnräume schützen, entscheidet zukünftig über die Vermietbarkeit und den Werterhalt von Immobilien. Ein guter Instandhaltungsplan ist hier entscheidend: Wer Sanierungen und Modernisierungen rechtzeitig plant und budgetiert, kann Investitionen besser steuern und Risiken vorbeugen.“—Carolin Dose, Managing Director of Asset Management, HIH Real Estate