Gemeinnütziger Wohnbau ist Motor für Wirtschaft, Beschäftigung und leistbares Wohnen

Jeder Euro an öffentlicher Förderung mobilisiert bis zu 4,3 Euro an Gesamtinvestitionen
Michael Neubauer
Michael Neubauer
Gemeinnütziger Wohnbau ist Motor für Wirtschaft, Beschäftigung und leistbares Wohnen
© Andreas Hofer / Christian Rädler / GBV Obmann Niederösterreich

Bereits im März präsentierte die GBV Landesgruppe Niederösterreich im Rahmen einer Pressekonferenz erste Ergebnisse der EcoAustria-Studie zu den ökonomischen Auswirkungen des gemeinnützigen Wohnbaus. Nun liegt der vollständige Endbericht vor – und bestätigt eindrucksvoll: Gemeinnützige Bauvereinigungen leisten weit mehr als die Bereitstellung leistbaren Wohnraums. Sie sind ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, sichern Arbeitsplätze und sorgen für nachhaltige regionale Wertschöpfung.

Jeder Förder-Euro wirkt mehrfach

Die Studie zeigt, dass die Investitionen der niederösterreichischen gemeinnützigen Bauvereinigungen im Jahr 2024 ein Investitionsvolumen von rund 766 Millionen Euro auslösten und damit eine regionale Wertschöpfung von rund 290 Millionen Euro generierten. Besonders hervorzuheben ist die Hebel-wirkung der Wohnbauförderung: Jeder Euro an öffentlicher Förderung mobilisiert bis zu 4,3 Euro an Gesamtinvestitionen und schafft bis zu 1,6 Euro regionale Wertschöpfung. Dieses Modell macht den gemeinnützigen Wohnbau zum volkswirtschaftlich effizientesten Instrument zur Schaffung leistbaren Wohnraums.

Starker Impuls für Arbeitsplätze und regionale Wirtschaft

Darüber hinaus sicherten die Investitionen der GBV im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre jährlich rund 3.900 Arbeitsplätze in Niederösterreich. Rund drei Viertel der direkten Wertschöpfung verbleiben im Bundesland und kommen überwiegend regionalen Bau- und Gewerbebetrieben zugute. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wirken die gemeinnützigen Bauvereinigungen als verlässlicher Konjunkturstabilisator und federn Rückgänge in der Bauwirtschaft ab.

Effizientestes Modell für leistbares Wohnen

Auch im Vergleich zu anderen wohnungspolitischen Instrumenten schneidet der gemeinnützige Wohnbau am besten ab. Während Mietobergrenzen langfristig das Wohnungsangebot einschränken können und Direktzuschüsse zwar kurzfristig entlasten, aber keine zusätzlichen Investitionen auslösen, verbindet das gemeinnützige Wohnbaumodell soziale Treffsicherheit mit hoher wirtschaftlicher Effizienz und nachhaltigen regionalen Effekten.

„Die nun vorliegende Gesamtstudie bestätigt eindrucksvoll, was wir seit Jahren in der Praxis erleben: Gemeinnütziger Wohnbau schafft nicht nur leistbaren Wohnraum, sondern stärkt gleichzeitig die regionale Wirtschaft, sichert Arbeitsplätze und sorgt für eine nachhaltige Wertschöpfung in Niederösterreich. Jeder Euro, der in den gemeinnützigen Wohnbau investiert wird, wirkt mehrfach – für die Menschen, für die Betriebe und für das Land.“
—Christian Rädler, Obmann der GBV Landesgruppe Niederösterreich

Umfassende Analyse für die Wohnbaupolitik

Die vollständige Studie untersucht die Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte der nieder-österreichischen gemeinnützigen Bauvereinigungen, ihre langfristige Bedeutung für die Konjunktur-stabilisierung sowie den Vergleich unterschiedlicher Modelle zur Bereitstellung leistbaren Wohnraums – von Mietobergrenzen über kommunalen Wohnbau bis hin zu Wohnkostenzuschüssen und dem gemeinnützigen Wohnbau.