Gleichenfeier für ÖSW Wohnprojekt „Das Lichtquartier“ in Graz Reininghaus

Auf ca. 23.900m² entstehen 277 freifinanzierte Mietwohnungen, sieben Gewerbeflächen sowie 58 freifinanzierten Eigentumswohnungen.
Dagmar Gordon
Dagmar Gordon
Gleichenfeier für ÖSW Wohnprojekt  „Das Lichtquartier“ in Graz Reininghaus
© Oliver Oswald, newages.at
Gleichenfeier für ÖSW Wohnprojekt  „Das Lichtquartier“ in Graz Reininghaus
© schneider+schumacher
Gleichenfeier für ÖSW Wohnprojekt  „Das Lichtquartier“ in Graz Reininghaus
Stefan Lipp, Niederlassungsleiter Hochbau Steiermark PORR AG, Wolfgang Wahlmüller, Generaldirektor ÖSW Konzern, Eckehart Loidolt, Geschäftsführender Gesellschafter schneider+schumacher ZT GmbH, Hermann Herbst, Geschäftsführender Gesellschafter Tritthart + Herbst Architekten ZT GmbH, Sascha Risavy, Leitung Baumanagement ÖSW AG
© ÖSW
Gleichenfeier für ÖSW Wohnprojekt  „Das Lichtquartier“ in Graz Reininghaus
Gleichenfeier für ÖSW Wohnprojekt  „Das Lichtquartier“ in Graz Reininghaus
Gleichenfeier für ÖSW Wohnprojekt  „Das Lichtquartier“ in Graz Reininghaus

Seit 2024 wächst in den Grazer Reininghausgründen ein neues Stück Stadt heran: Acht Wohngebäude formen Schritt für Schritt „LUMA“, mit zwei weiteren entsteht „LUMINA“. Beide Projekte laufen unter dem Projektnamen „Das Lichtquartier“. Auf einer Gesamtnutzfläche von ca. 23.900m² entstehen bis Anfang 2027 insgesamt 277 freifinanzierte Mietwohnungen und sieben Gewerbeflächen sowie 58 freifinanzierten Eigentumswohnungen. Mit der Gleichenfeier erreicht das Wohnprojekt der ÖSW AG nun einen weiteren bedeutenden Meilenstein.

Eingebettet in eines der größten Stadtentwicklungsgebiete von Graz steht „Das  Lichtquartier“ für ein ganzheitliches Verständnis von Wohnen: hohe Lebensqualität, durchdachte Infrastruktur und ein klarer Fokus auf Nachhaltigkeit. Alle 335 Wohnungen verfügen über private Freiflächen wie Balkone, Terrassen, Loggien oder Eigengärten und orientieren sich damit an den Bedürfnissen unterschiedlicher Lebensphasen. Das Quartier ist oberirdisch autofrei konzipiert und schafft damit sichere und vor allem ruhige Freiräume für seine Bewohner. Ein durchgängiges Freiraumkonzept mit einem zentralen Quartierspark, großzügigen Grünflächen und Durchwegungen verbindet die einzelnen Gebäude miteinander. Ergänzt wird das Quartier durch zahlreiche gemeinschaftliche Bereiche, Gewerbeflächen sowie einer Tiefgarage.

Alle Gebäude von LUMA werden außerdem in langlebiger und ressourcenschonender  Ziegelbauweise errichtet. Der Einsatz kerngedämmter Ziegel ermöglicht eine hohe Energieeffizienz ohne klassisches Wärmedämmverbundsystem. Eine mineralische Putzfassade vereint sowohl ökologische als auch bauphysikalische Vorteile und sorgt für ein angenehmes Raumklima.

Auch das nahe dem Stadtwäldchen gelegene Eigentumsprojekt LUMINA überzeugt durch  besondere Wohnqualitäten: Überdurchschnittliche Raumhöhen, im Erdgeschoss sogar bis zu 3,20 Meter, schaffen ein großzügiges, lichtdurchflutetes Wohngefühl. Private Eigengärten erweitern den Wohnraum ins Freie und bieten zusätzlichen Rückzugsraum.

Lichtinstallation „Wortklauberei“

Bereits während der Bauphase wird das Projekt durch auffällige Bauzaunblenden begleitet,  die mit prägnanten steirischen Dialektwörtern wie „BEI“, „RIZ“ oder „ARL“ auf eine einzigartige künstlerische Idee hinter LUMA verweisen. Die scheinbar fragmentarischen Begriffe sind Teil eines umfassenden Konzepts der steirischen Künstlerin Martina Tritthart und verbinden Sprache, Geschichte und digitale Codierung.

Tritthart realisiert mit der „Wortklauberei“ eine außergewöhnliche Lichtinstallation: Begriffe  aus der steirischen Mundart werden dabei in ein binäres Zeichensystem übersetzt. Die Besonderheit liegt in der visuellen Umsetzung: Jeder Buchstabe wird mittels des ASCII Codes – einer standardisierten digitalen Zeichenkodierung – in eine Abfolge von Nullen und Einsen übertragen. In der architektonischen Gestaltung entspricht dabei „1“ einem leuchtenden LED-Element, während „0“ mit einem spiegelnden Blechstreifen dargestellt wird. Auf diese Weise entstehen codierte Lichtbänder, die sowohl von außen sichtbar sind als auch die Eingangsbereiche atmosphärisch prägen.

Drei Ebenen von Sprache überlagern sich in dieser Arbeit: die regionale Mundart als  kulturelles Erbe, das lateinische Alphabet als vertraute Schriftsprache und der Binärcode als universelle Sprache des digitalen Zeitalters. Die Installation macht Sprache als identitätsstiftendes Element im Stadtraum sichtbar. So erfüllt die „Wortklauberei“ auch eine verbindende Funktion innerhalb des Quartiers. Jedes der acht LUMA-Gebäude und zwei LUMINA-Gebäude erhält durch „sein“ Wort eine eigene Bedeutung und wird zu einem identifizierbaren Ort innerhalb des Gesamtprojekts. Die Lichtinstallation wird damit nicht nur zum gestalterischen Element, sondern auch zum Orientierungssystem.

Die Fertigstellung des Projekts ist für Anfang 2027 vorgesehen.