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Goldbarren und Millionen bei Benko-Stiftung entdeckt

Ingbe-Stiftung: Woher stammen die Benko-Goldbarren - wem gehören sie?
Michael Neubauer
Michael Neubauer
Goldbarren und Millionen bei Benko-Stiftung entdeckt
© OeNB

Eine spektakuläre Entdeckung von Goldbarren und Bargeld im Wert von rund 16 Millionen Euro hat im Rahmen der Insolvenz des österreichischen Immobilienmagnaten René Benko und seiner Signa-Gruppe für Aufsehen gesorgt. Die Vermögenswerte, darunter Tausende von Goldbarren, wurden in Schließfächern der Ingbe-Stiftung in Liechtenstein gefunden, die mit Benko in Verbindung steht.

Die Entdeckung erfolgte bei der Öffnung von zwei Schließfächern unter notarieller Aufsicht, die vom Insolvenzverwalter Andreas Grabenweger im Zuge der Signa-Insolvenz veranlasst wurde. Von den insgesamt gefundenen 16 Millionen Euro entfallen etwa 14 Millionen Euro auf Goldbarren, ergänzt durch Bargeld in US-Dollar und Schweizer Franken. Die Goldbarren waren in Stückelungen von 10, 50 und 100 Gramm vorhanden.

Die Ingbe-Stiftung, benannt nach Benkos Mutter Ingeborg, wurde 2014 von René Benko und seiner Mutter gegründet. Begünstigte der Stiftung sind primär Familienmitglieder, nicht Benko selbst. Dies führt nun zu einer entscheidenden rechtlichen Frage: Ob die entdeckten Vermögenswerte der Insolvenzmasse der Signa-Gruppe zugeschlagen werden oder im Besitz der Stiftung verbleiben. Ein Gericht in Liechtenstein wird voraussichtlich in den kommenden Wochen über die Eigentumsverhältnisse entscheiden.

Zwischen 2017 und 2023 sollen rund 100 Millionen Euro von den Signa-Aktiengesellschaften Prime und Development in die Ingbe-Stiftung geflossen sein, teilweise durch Dividendenausschüttungen und teilweise durch Aktienkäufe. Bereits im Januar waren per Gerichtsbeschluss Vermögenswerte von rund 50 Millionen Euro eingefroren worden.