Es soll das Herzstück von einem Gebäudekomplex des Internet-Konzerns im Südwesten Manhattans werden, schrieb Finanzchefin Ruth Porat in einem Blogeintrag von Dienstag. Das Gebäude mit dem Namen St. John's Terminal - ein ausgebauter früherer Güterbahnhof - ist schon von Google gemietet. Jetzt kauft es der Konzern für 2,1 Mrd. Dollar (1,8 Mrd. Euro). New York ist mit 12.000 Beschäftigten der zweitgrößte Google-Standort außerhalb der Zentrale im kalifornischen Mountain View.
Die Entscheidung von Google, seine Kaufoption für das St. John's Terminal auszuüben, baut auf den bestehenden Plänen auf, in diesem Jahr mehr als 250 Millionen Dollar in seine New Yorker Campus-Präsenz zu investieren. Der 1,7 Millionen Quadratmeter große Google-Campus am Hudson Square erstreckt sich über drei Gebäude: 315 Hudson Street, 345 Hudson Street und St. John's Terminal in der 550 Washington Street. Die Google-Flächen in den beiden Gebäuden in der Hudson Street sind bereits fertiggestellt. Die Flächen St. John's Terminal werden voraussichtlich Mitte 2023 als neuer Hauptsitz der Global Business Organization von Google in New York eröffnet.
In der Pandemie gehörte Google zu den ersten Unternehmen, die ihre Mitarbeiter nahezu flächendeckend ins Home Office schickten. Angesichts der Ausbreitung der ansteckenderen Delta-Variante wurde die Rückkehr in die Büros vorerst auf Jänner aufgeschoben. Zugleich stellt sich Google - wie der überwiegende Rest der Tech-Branche - auf hybride Arbeitsmodelle ein. Gerade im teuren Silicon Valley nutzten viele Beschäftigten die Möglichkeit, um in andere US-Regionen zu ziehen, in denen man günstiger leben kann. (apa/red)