GROPYUS realisiert in Aachen Landmarkens erstes Wohnprojekt in Holzbauweise

Geplant werden 120 bis 150 Wohnungen mit einer Bruttogeschossfläche von rund 14.200 Quadratmetern
Lorenz Selinger
Lorenz Selinger
GROPYUS realisiert in Aachen Landmarkens erstes Wohnprojekt in Holzbauweise
© GROPYUS AG

GROPYUS plant und baut auf dem früheren Hutchinson-Areal im Aachener Stadtteil Rothe Erde ein Wohnprojekt für die Landmarken Group. Vorgesehen sind 120 bis 150 Wohnungen mit einer Bruttogeschossfläche von rund 14.200 Quadratmetern. 50 Prozent des entstehenden Wohnraums werden öffentlich gefördert sein. Für Landmarken markiert das Vorhaben den Einstieg in die Holzbauweise.

Das Projekt demonstriert, wie sich industrielle Fertigungsmethoden mit anspruchsvollen städtebaulichen Vorgaben verbinden lassen. Der Ansatz von GROPYUS erlaubt individuelle Gebäudekonfigurationen, nicht-rechtwinklige Grundrisse und maximale Grundstückseffizienz, während Planung und Fertigung standardisiert bleiben. 

„Mit Landmarken setzen wir in Aachen ein besonders vielfältiges Wohnungsbauprojekt in industrieller Holzbauweise um. In dem gemeinsamen Projekt werden wir zeigen, dass sich gerade geförderter Wohnraum seriell und effizient realisieren lässt. Unser Ansatz verbindet Planung, Fertigung und Montage digital miteinander. Das schafft verlässliche Abläufe und ermöglicht eine wirtschaftliche Umsetzung bei hoher Qualität.“
—Philipp Erler, CEO von GROPYU

Wohnungsmix und soziale Infrastruktur

Das Raumprogramm umfasst rund 50 große Familienwohnungen sowie bis zu 100 Ein- und Zweizimmerapartments. GROPYUS entwirft die kleineren Einheiten so flexibel, dass sie sich bei Bedarf zu einem späteren Planungszeitpunkt zu Dreizimmerwohnungen zusammenlegen lassen. 

„Dass wir ein solches Holzbauprojekt mit einem Anteil von rund 50 Prozent an gefördertem Wohnen und sozialen Bausteinen aufsetzen können, ist wirklich ungewöhnlich.“
—Landmarken-Projektleiter Ingo Grube

Neben bezahlbarem Wohnraum für Familien und weitere Zielgruppen umfasst das Quartiersangebot eine von der AWO betriebene Seniorentagespflege sowie ein Bürgerbüro als Anlaufpunkt für den gesamten Stadtteil.

Standort Rothe Erde: Transformation eines Industrieareals

Das frühere Werksgelände liegt im industriell geprägten Stadtteil Rothe Erde. Wo einst Gummidichtungen für die Autoindustrie entstanden, entwickelt die Landmarken Group nach einem städtebaulichen Entwurf des Kölner Architekten Pablo Molestina ein gemischtes Quartier. Gewerbliche Flächen und Räume für urbane Produktion gehen in die Wohnnutzung über, die an die bestehenden Viertel entlang der Zeppelinstraße und des Freunder Wegs anschließt. Sportangebote ergänzen das Quartierskonzept. Der Baustart ist für Ende 2027 vorgesehen.

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