Der europäische Markt für Logistikimmobilien hat 2025 leicht zugelegt. Der Flächenumsatz in den sechs wichtigsten Märkten stieg um drei Prozent auf 19,4 Millionen Quadratmeter, blieb aber unter dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Das zeigt eine Analyse von BNP Paribas Real Estate.
Viele Unternehmen verschoben wegen wirtschaftlicher Unsicherheiten und geopolitischer Spannungen zunächst ihre Anmietungsentscheidungen. Gleichzeitig kehrten größere Abschlüsse zurück. „Es gibt wieder deutlich mehr Transaktionen zwischen 20.000 und 40.000 Quadratmetern“, sagt Craig Maguire, Head of European Logistics bei BNP Paribas Real Estate.
Die Entwicklung verlief je nach Land unterschiedlich. In Deutschland stiegen Abschlüsse über 20.000 Quadratmeter um 30 Prozent, vor allem durch Logistikdienstleister für den E-Commerce. Spanien profitierte von einem Wirtschaftswachstum von 2,9 Prozent und näherte sich dem Rekordniveau von 2022. In Frankreich ging der Markt dagegen um vier Prozent zurück. In den Niederlanden bremsten Flächenknappheit und Genehmigungsauflagen die Entwicklung.
Zu den größten Vermietungen gehörten mehrere Projekte mit mehr als 100.000 Quadratmetern in Frankreich und Großbritannien, darunter zwei Logistikzentren von Amazon in Chartres und Beauvais sowie ein Standort von Marks & Spencer in Nordengland.
Auch der Investmentmarkt zog an. Das Investitionsvolumen für Industrie- und Logistikimmobilien lag 2025 bei knapp 45 Milliarden Euro, ein Plus von rund elf Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Logistikimmobilien machen inzwischen etwa ein Viertel aller Immobilieninvestitionen in Europa aus“, sagt Maguire.
Für 2026 erwartet das Unternehmen stabilere Renditen und einen moderaten Anstieg der Preise, gestützt durch weiterhin steigende Mieten.