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Heimische Wirtschaft stagnierte im II. Quartal 2026

Gemäß der aktuellen Schnellschätzung des WIFO stagnierte die österreichische Wirtschaftsleistung im II. Quartal 2026.
Dagmar Gordon
Dagmar Gordon

Nachdem das BIP in den beiden Vorquartalen um jeweils real 0,2% gegenüber der Vorperiode zulegen konnte, belastete der durch den Iran Krieg deutlich angestiegene Erdölpreis die heimische Wirtschaft im II. Quartal und unterbrach die konjunkturelle Erholung.

Ersten Berechnungen zufolge lag das BIP real im II. Quartal 2026 in etwa auf dem Niveau des Vorquartals (+0,0%, I. Quartal +0,2%, saison- und kalenderbereinigt). Im Vorjahresvergleich bedeutet dies einen Zuwachs von +0,8% gegenüber dem II. Quartal 2025. Vor dem Hintergrund des Iran-Krieges verlief die Industriekonjunktur im II. Quartal schwach. Die Wertschöpfung der Industrie (ÖNACE 2008, Abschnitte B bis E) stagnierte (−0,1%, nach +1,3% im I. Quartal 2026). In der Bauwirtschaft setze sich die rückläufige Entwicklung der Wertschöpfung weiter fort (−0,4% nach −0,6% im I. Quartal).

In den Dienstleistungsbereichen zeigte sich ein gemischtes Bild. Während in den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (ÖNACE 2008, Abschnitte M und N) die Wertschöpfung zurückging (−0,4%), wurde im Bereich Handel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie (ÖNACE 2008, Abschnitte G bis I) ein leichter Zuwachs verzeichnet (+0,3%). In den Bereichen Information und Kommunikation, Finanz- und Versicherungsleistungen, Grundstücks- und Wohnungswesen (ÖNACE 2008, Abschnitte J bis L) verlief die Dynamik besser (+0,8%).

Die Konsumnachfrage der privaten Haushalte (einschließlich privater Organisationen ohne Erwerbszweck) verlief schwach (−0,1% gegenüber dem Vorquartal), der öffentliche Konsum stagnierte ebenso nahezu (−0,1%).

Die Bruttoanlageinvestitionen verzeichneten hingegen im II. Quartal im Vorquartalsvergleich  ein leichtes Wachstum von 0,4% (I. Quartal −0,0%). Vom Außenhandel kamen kaum Impulse (Exporte +0,5%, Importe +0,6%).