Heizma erreicht erstmals zwei Millionen Euro Monatsumsatz

Wärmepumpen bleiben wichtigster Umsatztreiber, Photovoltaik gewinnt weiter an Bedeutung
Lorenz Selinger
Lorenz Selinger
Die Serienunternehmer Alexander Valtingojer, Michael Kowatschew und Valentin Perkonigg haben Heizma gegründet.
Die Serienunternehmer Alexander Valtingojer, Michael Kowatschew und Valentin Perkonigg haben Heizma gegründet.
© Alissar Najjar

Das österreichische Energieunternehmen Heizma hat im April 2026 erstmals einen Monatsumsatz von zwei Millionen Euro erzielt. Der Meilenstein folgt rund zwei Jahre nach der Gründung. Heizma begleitet private Haushalte bei der Umstellung auf moderne Energielösungen und hat sich vom spezialisierten Wärmepumpen-Installateur zu einem ganzheitlichen Anbieter für die Energieversorgung im Eigenheim entwickelt. Neben Wärmepumpen umfasst das Angebot heute auch Photovoltaik, Batteriespeicher, Wallboxen sowie das eigene Energiemanagementsystem Optima.

Den größten Umsatzanteil machen Wärmepumpenlösungen aus. Mehr als zwei Drittel des Geschäfts entfallen auf die Umrüstung bestehender Gebäude auf moderne Heizsysteme. Gleichzeitig gewinnt der Bereich Photovoltaik inklusive Batteriespeicher zunehmend an Bedeutung. Bereits rund 30 bis 40 Prozent der Heizma-Kunden entscheiden sich für eine kombinierte Komplettlösung aus Wärmepumpe, Photovoltaik und Speicher.

„Der April war unser stärkster Monat seit Gründung. Zwei Millionen Euro Monatsumsatz nach nur zwei Jahren am Markt zeigen, dass unser Modell funktioniert – in einem Wärmepumpenmarkt, der zuletzt deutlich rückläufig war. Wir haben in den vergangenen zwei Jahren einen Ansatz aufgebaut, den es in dieser Form in Österreich noch nicht gab: eine beinahe bundesweite Abdeckung, eigene Montageteams vor Ort und eine Softwareplattform, die wir selbst entwickeln. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach Lösungen, die die Haushalte unabhängiger von fossilen Energieträgern und volatilen Energiepreisen machen und langfristig flexibel erweiterbar sind.“
—Micheal Kowatschew, Gründer und Geschäftsführer von Heizma

Über 60 Umrüstungen pro Monat

Aktuell rüstet Heizma mehr als 60 Häuser pro Monat auf moderne Energielösungen um. Das Unternehmen beschäftigt mittlerweile 75 Mitarbeiter und ist österreichweit tätig – mit Ausnahme von Tirol und Vorarlberg. Einen besonderen Schwerpunkt setzt Heizma auf die Sanierung bestehender Einfamilienhäuser und den Umstieg von fossilen auf moderne elektrische Heizsysteme.

„Gerade in der Sanierung geht es nicht nur um die einzelne Wärmepumpe oder die einzelne PV-Anlage. Für viele Haushalte entsteht der größte Nutzen, wenn Wärmeversorgung, Stromerzeugung, Speicher und Energiemanagement gemeinsam geplant werden. Entscheidend ist, dass Beratung, Planung, Förderung, Installation und laufende Optimierung ineinandergreifen. Genau hier sehen wir unsere Rolle: Wir wollen die Umstellung für Haushalte so einfach und effizient wie möglich machen.“
—Michael Kowatschew

Digitalisierung als Wettbewerbsvorteil

Ein wesentlicher Unterschied zu klassischen Installationsbetrieben liegt in den konsequent digitalisierten Abläufen. Statt eines aufwendigen Vor-Ort-Termins setzt Heizma auf digitale Besichtigungen, integriert die Förderabwicklung direkt in den Projektprozess und ermöglicht Kunden über eine App die laufende Überwachung und Optimierung ihres Energieverbrauchs.

Damit sollen sowohl Kunden als auch interne Abläufe entlastet werden. Für Haushalte bedeutet der digitale Prozess weniger Koordinationsaufwand und mehr Transparenz. Gleichzeitig kann Heizma Projekte effizienter planen und umsetzen. Während in der klassischen Branche häufig mehrere Wochen bis zu einem Angebot vergehen, erstellt Heizma nach eigenen Angaben innerhalb weniger Tage ein verbindliches Angebot auf Basis digital erhobener Daten. Rund 80 Prozent der Anlagen werden laut Unternehmen von eigenen Montageteams installiert.

„Wir verstehen uns als digitaler Installateur und Energiepartner für das Eigenheim. Unser Ziel ist nicht nur, Anlagen zu installieren, sondern Haushalte langfristig dabei zu unterstützen, Energie intelligenter zu nutzen.“
—Micheal Kowatschew

Energiemanagementsystem Optima rückt stärker in den Fokus

Ein zunehmend wichtiger Bestandteil des Angebots ist das eigene Energiemanagementsystem Optima. Es unterstützt Haushalte dabei, den selbst erzeugten Strom effizienter zu nutzen, Verbräuche transparent zu machen und die einzelnen Energiekomponenten im Haushalt besser aufeinander abzustimmen. Heizma investiert stark in die Weiterentwicklung des Systems. Parallel baut das Unternehmen Service- und Wartungspakete aus, um Kunden auch nach der Installation langfristig zu begleiten.

„Mit Wärmepumpe, Photovoltaik und Speicher entsteht im Eigenheim ein neues Energiesystem. Damit dieses System sein volles Potenzial ausschöpfen kann, braucht es eine intelligente Steuerung und laufende Optimierung. Deshalb wird Energiemanagement für uns in den kommenden Jahren ein immer wichtigerer Bestandteil der Lösung.“
—Michael Kowatschew