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Helaba mit deutlichen Gewinnanstieg

Die Strategie, sich stärker auf das nicht-zinstragende Geschäft zu fokussieren, hat sich als erfolgreich erwiesen.
Michael Neubauer
Helaba mit deutlichen Gewinnanstieg
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Die Helaba Landesbank Hessen-Thüringen hat zum dritten Mal in Folge einen neuen Ergebnis-Höchstwert erzielt. Das Konzern­ergebnis vor Steuern stieg im Geschäftsjahr 2024 um 6,3 Prozent auf 767 Mio. Euro (Vorjahr: 722 Mio. Euro). Das deutliche Wachstum des Provisions­­überschusses sowie Entlastungen bei der Risikovorsorge im Immobilien­geschäft trugen maßgeblich zu diesem Erfolg bei.

„Wir haben nun zum dritten Mal in Folge unser bislang bestes Ergebnis erzielt. Alle Geschäfts­segmente haben einen positiven Ergebnis­beitrag beigesteuert. Sehr erfreulich ist der deutliche Ertragsanstieg im Provisions­geschäft. Unsere Strategie, stärker auf das nicht-zinstragende Geschäft zu fokussieren, hat sich als erfolgreich erwiesen. Zudem konnten wir die Risiko­vorsorge im Immobilien­geschäft zurück­fahren. Wir investieren weiter in unsere Zukunft, unsere IT-Infrastruktur, AI-Projekte und weitere Wachstums­initiativen“, bilanziert Thomas Groß, CEO der Helaba.

Die Helaba hat ihr operatives Ergebnis erneut ausgebaut. Der Provisions­überschuss konnte deutlich um 7,9 Prozent auf 578 Mio. Euro (Vorjahr: 536 Mio. Euro) gesteigert werden. Im nicht-zinstragenden Geschäft wuchs das Ergebnis aus als Finanz­investition gehaltenen Immobilien erfreulich auf 289 Mio. Euro (Vorjahr: 207 Mio. Euro) – unter anderem aufgrund des Wegfalls von Ab­schreibungen, die das Vorjahres­ergebnis belastet hatten. Der deutliche Ergebnis­anstieg resultierte hier unter anderem aus Wert­aufholungen auf Immobilien­bestände. Das Ergebnis aus der Fair-Value-Bewertung sank dagegen aufgrund negativer Bewertungseffekte auf 96 Mio. Euro (Vorjahr: 207 Mio. Euro). Der Zins­überschuss ging - auch vor dem Hintergrund der geldpolitischen Entwicklung - leicht auf 1.797 Mio. Euro zurück (Vorjahr: 1.840 Mio. Euro).

„Die Zeiten sind aufgrund der andauernden geo­politischen Konflikte, der erhöhten Unsicherheit durch die neue US-Regierung und die konjunkturelle Schwäche der deutschen Wirtschaft weiterhin herausfordernd. Dem steht gegenüber, dass die Inflation zurück­gegangen ist und die EZB die Leitzinsen zuletzt mehrfach angepasst hat. Zudem beobachten wir eine Stabilisierung des Immobilien­marktes, vor allem in den für uns wichtigen gewerblichen Segmenten. Wir sind mit unserem auf langfristig nachhaltiges Wachstum ausgerichteten diversifizierten Geschäfts­modell für 2025 gut aufgestellt und erwarten trotz der enormen konjunkturellen und geopolitischen Herausforderungen einen Vorsteuer­gewinn nur leicht unter Vorjahres­niveau. Mittelfristig rechnen wir unverändert mit einem Ergebnis von nachhaltig über 1 Milliarden Euro.“
—Thomas Groß, CEO der Helaba.