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Hi Immobilie, wie haben sich die Nebenkosten verändert?

Algorithmen analysieren Verträge, Gutachten oder Betriebskostenabrechnungen.
Dagmar Gordon
Die neue Wissensplattform NEO
Die neue Wissensplattform NEO
© Kai Oppel

Mit NEO stellt docunite der Immobilienbranche ab sofort eine generative KI für Dokumentenmanagement bereit. Die Anwendung versteht branchenspezifische Dokumente und kann Fristen, Risiken oder fehlende Unterlagen direkt identifizieren. „Das sorgt für eine deutlich schnellere und fehlerfreiere Bearbeitung von Due-Diligence-Prozessen, Portfolioanalysen oder Compliance-Prüfungen“, erklärt docunite-CEO Patrick Penn.

„Generische KI-Anwendungen stoßen mittelfristig an Grenzen. Die Digitalisierung des Dokumentenmanagements entwickelt sich von statischen Archiven zu intelligenten Assistenten, die Daten verstehen und aufbereiten“
— Patrick Penn - docunite-CEO

Der Start von ChatGPT vor gut zwei Jahren hat das Thema KI auf eine neue Ebene gehoben. „Indem immer mehr Menschen KI-Tools wie ChatGPT, Gemini, Perplexity oder Claude im Alltag nutzen, habitualisieren sie die neuen Möglichkeiten“, sagt Penn. Der Trend geht laut docunite weg vom Suchen nach Informationen und Schlagwörtern, hin zum Lösen von Problemen und Themen, bei denen Informationen eine zentrale Rolle spielen. Die semantische Suche löst die Schlagwörtersuche ab.

Daten als Mittel zum Zweck

Penn: „Auch in der Immobilienbranche sind Daten schlussendlich nur Mittel zum Zweck, um Objekte zu managen.“ Nutzer können über eine Chat-Funktion Fragen zu Dokumenten in natürlicher Sprache stellen und erhalten sofort kontextspezifische Antworten. Die KI erkennt automatisch Dokumententypen, extrahiert relevante Informationen wie Mietkonditionen oder Vertragsfristen und führt digitale Vollständigkeitschecks durch. Moderne KI-Systeme liefern nicht mehr nur Trefferlisten, sondern antworten auf komplexe Fragen, basierend auf einer umfassenden semantischen Analyse von Dokumenten.

Technisch setzt docunite bei NEO auf einen API-First-Ansatz. Assetmanager und Immobilienexperten können NEO eigenständig nutzen. NEO lässt sich laut docunite nahtlos in bestehende ERP-, DMS- oder CRM-Systeme integrieren, sodass Unternehmen ihre bestehende Infrastruktur weiter nutzen können, ohne eine völlig neue Plattform einführen zu müssen. „Wichtig ist für die Immobilienbranche, dass sie quasi in Echtzeit mit den Mitarbeitern an den neuen Möglichkeiten wächst. Erfolgreich werden künftig jene Unternehmen sein, die ihre Mitarbeiter schrittweise befähigen und damit zu Hardcore-Nutzern machen“, sagt Penn.

Klassifizierung hilft bei Dokumenten-Erkennung

Durch eine smarte Klassifizierung erkennen neue Anwendungen wie NEO, dass es sich bei einem Dokument beispielsweise um einen Vertrag handelt. Sie unterscheiden exakt zwischen Mietverträgen, Nachträgen, Wartungsprotokollen, Kaufverträgen oder Nebenkostenabrechnungen – und das in über 50 Sprachen.

Auch beim Thema Bilderkennung hat laut Patrick Penn in den letzten Monaten ein Quantensprung stattgefunden: Neue Tools erkennen und klassifizieren selbst Bilder und Fotos, sie fassen sichtbare Inhalte textuell zusammen. „Ob Zählerstände ablesen oder Mängel auf Bildern erkennen: Schon heute lässt sich mit natürlicher Sprache nach Bildern suchen oder mit Bildern chatten“, erläutert Penn.