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Hoyer Brandschutz sorgt für Sicherheit im Haus am Schottentor

Hoyer Brandschutz erhielt von HNP architects den Auftrag für die Revitalisierung das Brandschutzkonzept vom Entwurf bis zur Einreichung zu übernehmen. „Alles neu“ war dabei aber nicht die Devise, denn viele Bereiche des ehemaligen Finanzgebäudes sind denkmalgeschützt.
Amelie Miller
Amelie Miller
Haus am Schottentor Brandschutz
Haus am Schottentor Brandschutz
© Robert Tober

Weite Teile des Gebäudes und viele original erhaltene Ausstattungen stehen unter Denkmalschutz. Sie mussten erhalten bleiben, aber dennoch zeitgemäßem Brandschutz entsprechen. Dazu zählen in erster Linie der monumentale Kassensaal im Hochparterre sowie im 1. OG – der früheren Direktionsetage – das prunkvolle Oktogon. Für das Brandschutzkonzept musste der Blick daher zunächst in die Vergangenheit gerichtet werden.

Die sprichwörtlich größte Baustelle war der Erhalt der Eisenbetonrippendecke über dem Hochparterre. Sie wurde mit einer brandschutztechnischen Einzelbewertung in aufwendiger Kleinarbeit analysiert. Dabei prüfte Projektleiterin Margit Petrak-Diop über 140 Seiten mit statischen Berechnungen aus dem Jahr 1913, verortete jeden Bauteil in den damaligen Plänen und rekonstruierte so den Feuerwiderstand der Decke Stück für Stück.

Mit Abschluss der Revitalisierungsarbeiten verfügt das Haus am Schottentor über vier Fluchttreppenhäuser, neue Brandschutzverglasungen und -rollos sowie eine neue Brandmeldeanlage, brandfallgesteuerte Rauchableitungsöffnungen, Anlagen zur Brandrauchverdünnung und Sicherheitsbeleuchtung. Aufgrund des Denkmalschutzes gibt es jedoch keinerlei Löschanlagen im Haus.

„Sprinkler lassen sich in historischen Gebäuden kaum unsichtbar unterbringen und zerstören zwangsläufig Bausubstanz. Im Haus am Schottentor waren andere Maßnahmen außerdem deutlich wirtschaftlicher“, erklärt Petrak-Diop.