HYPO NOE vergibt 1,7 Mrd. Euro neue Kredite – höhere Bankenabgabe belastet Ergebnis

HYPO NOE steigert Neukredite auf 1,7 Mrd. Euro. Höhere Bankenabgabe und Vorsorgen im Wohnbau drücken Gewinn.
Ferdinand Neubauer
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© AdobeStock | Das historische Tief bei der Nachfrage nach Wohnbaukrediten dürfte Anfang 2024 durchschritten worden sein, so die OeNB

Die HYPO NOE hat ihre Neukreditvergabe 2025 auf 1,7 Milliarden Euro erhöht – ein Plus von mehr als fünf Prozent. Besonders bei Gemeindefinanzierungen und Infrastrukturprojekten war die Bank aktiv.

„Gerade jetzt leiden die Gemeinden unter Spardruck und auch der Immobiliensektor ist seit einiger Zeit unter Druck. Umso mehr freut es uns, dass wir in diesen beiden Segmenten sehr erfolgreich unterwegs waren“, sagt der Vorstand.

Auch die Provisionserträge stiegen um mehr als sieben Prozent. Für Gemeinden wurden Projekte im Umfang von 428 Millionen Euro finanziert.

Das operative Ergebnis wird jedoch durch mehrere Faktoren belastet: eine stark gestiegene Bankenabgabe, niedrige Zinsen bei Krediten und zusätzliche Risikovorsorge im Wohnbau. Weil derzeit wenig gebaut und verkauft wird, ist schwer abzuschätzen, ob Bauträger ihre Wohnungen rechtzeitig verkaufen können. Deshalb hat die Bank ihre Rücklagen erhöht.

Die Bankenabgabe stieg von 2,8 Millionen Euro im Jahr 2024 auf 10,7 Millionen Euro 2025. Insgesamt lagen die Verwaltungsaufwendungen bei 123,4 Millionen Euro. Der Gewinn vor Steuern betrug 33,4 Millionen Euro.

Für 2026 zeigt sich die Bank vorsichtig optimistisch. „Wir rechnen damit, dass sich der Immobilienkreditmarkt im zweiten Halbjahr wieder erholen wird. Wichtig ist, dass auch Unternehmen und Menschen daran glauben: Es geht wieder bergauf!“