IHG Hotels & Resorts hat langfristige Franchiseverträge für elf Conversion-Immobilien in Deutschland, Belgien und Frankreich unterzeichnet. Die Häuser werden derzeit noch unter der Marke PentaHotels betrieben und sollen in der ersten Hälfte des Jahres 2027 in das IHG-System überführt werden. Als Zielmarken sind Holiday Inn, Voco und Garner vorgesehen.
Die Expansion verteilt sich auf sechs Hotels in Deutschland, vier in Belgien und ein Hotel in Frankreich. Zu den deutschen Standorten zählen unter anderem Leipzig, Bremen und Wiesbaden. In Belgien entstehen neue Häuser am Flughafen Brüssel sowie im Stadtzentrum der Hauptstadt. Das französische Hotel liegt in der Nähe des Flughafens Paris Charles de Gaulle.
Die elf Hotels werden von einem Joint Venture zwischen Ogilvy Management und der Ironstone Group gehalten. Die Finanzierung stellen Castlelake und Goldman Sachs bereit. Das operative Management übernimmt Bralower & Loewe Hospitality Partners, ein in Luxemburg ansässiges Unternehmen.
Die Vereinbarung trägt in zweierlei Hinsicht strategisches Gewicht. Zum einen führt IHG die Mittelklassemarke Garner erstmals in Belgien ein. Zum anderen baut das Unternehmen seine Garner-Präsenz in Deutschland auf nahezu 50 Hotels aus.
Strategische Bedeutung: Garner-Debüt in Belgien
„Diese Vereinbarung bekräftigt unser starkes Vertrauen in die Attraktivität und das Wachstumspotenzial des europäischen Hotelmarkts für IHG und unterstreicht die Stärke unserer führenden Marken und unserer Unternehmensplattform für Conversion-Möglichkeiten. Wir freuen uns, mit der Ironstone Group und Ogilvy Management zusammenzuarbeiten und 11 hochwertige Hotels in unser Portfolio aufzunehmen – allesamt in erstklassigen Innenstadtlagen und wichtigen Flughafenstandorten."—Karin Sheppard, SVP & Managing Director Europe bei IHG Hotels & Resorts
Konversionen als Wachstumsmotor in Europa
Der Abschluss fügt sich in eine breit angelegte Expansionsstrategie ein. IHG verzeichnete in Europa in den vergangenen drei Jahren ein Portfoliowachstum von 27 %. Im Jahr 2025 eröffnete das Unternehmen europaweit 102 Hotels und nahm weitere 117 unter Vertrag. Konversionen bestehender Immobilien gewinnen dabei strukturell an Bedeutung: Sie machten 2025 „84 % der Zimmereröffnungen und 61 % der Vertragsabschlüsse in Europa“ aus. Die Übernahme der elf ehemaligen PentaHotels steht exemplarisch für diesen Ansatz, der auf die Umwidmung bestehender Betriebe setzt, anstatt Neubauprojekte zu initiieren.