Hohe Energiepreise bleiben 2026 das zentrale Wohnsorgen-Thema in Österreich. Das zeigt die Integral-Trendstudie für ImmoScout24.at (Jänner 2026, n=1.000). Eigentümer sind signifikant weniger belastet als Mieter, während junge Menschen besonders unter Kostendruck stehen. 5 Prozent verfügen über zu viel Wohnraum.
Energiepreise bleiben Haupttreiber
37 Prozent der Befragten nennen hohe Energiepreise als größtes Problem rund ums Wohnen. Regional zeigt sich eine stärkere Betroffenheit im Süden und Osten: Steiermark (45 %), Niederösterreich (43 %) und Kärnten (40 %) liegen deutlich über dem Schnitt. In Vorarlberg (28 %) und Tirol (31 %) wird die Situation entspannter bewertet.
Hohe Wohn- und Betriebskosten folgen auf Rang zwei der Belastungsfaktoren. Rund ein Viertel sieht sich aktuell mit hohen Miet- oder Kreditraten sowie steigenden Betriebskosten konfrontiert.
Deutliche Unterschiede nach Eigentumsform und Alter
Ein klarer Unterschied zeigt sich zwischen Eigentum und Miete: Während über ein Viertel der Eigentümer keine wohnbezogenen Sorgen angibt, trifft das nur auf 8 Prozent der Mieter zu. Steigende Betriebskosten belasten Eigentümer (24 %) leicht stärker als Mieter (22 %).
Besonders betroffen ist die Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen: 30 Prozent nennen Wohnkosten als zentrales Problem. In Mietverhältnissen liegt der Wert bei 39 Prozent, bei Genossenschaftswohnungen bei 37 Prozent.
42 Prozent der aktuell Wohnungssuchenden bewerten die Suche nach einer Mietwohnung als schwierig – primär aufgrund mangelnden Angebots im leistbaren Segment.
Wohnumfeld und soziale Faktoren
Neben Kosten beeinflussen auch wohnumfeldbezogene Faktoren die Zufriedenheit. 22 Prozent berichten von Beeinträchtigungen durch Lärm oder Konflikte mit Nachbarn. Besonders betroffen sind Bewohner von Gemeindewohnungen (28 %) und Genossenschaftswohnungen (26 %). Regional treten Konflikte häufiger in Kärnten (21 %) und Vorarlberg (16 %) auf.
Mit zunehmendem Alter gewinnen zudem Barrierefreiheit und infrastrukturelle Aspekte an Bedeutung.
Strukturelle Verschiebungen im Wohnraumbedarf
9 Prozent der Befragten berichten von akutem Platzmangel, etwa durch Familienzuwachs oder Homeoffice. Gleichzeitig geben 5 Prozent an, über zu viel Wohnraum zu verfügen – häufig infolge veränderter Lebensphasen wie Auszug der Kinder oder Trennung.
Die Ergebnisse zeigen eine zunehmende Diskrepanz zwischen bestehender Wohnsituation und aktuellem Bedarf – sowohl hinsichtlich Leistbarkeit als auch Flächenstruktur.