Das Stadtentwicklungsgebiet umfasst rund 19 Hektar und liegt zwischen den U2-Stationen „Donauspital" und „Aspernstraße" sowie der Erzherzog-Karl-Straße und der Langobardenstraße.
„In den kommenden Jahren entsteht beidseits der U2 ein neues Stadtquartier für bis zu 6.000 neuen Einwohnern. Wir setzen auch hier die höchsten Stadtentwicklungsstandards mit einer modernen Infrastruktur, Öffi-Anbindung, Radwegen, kurze Wegstrecken für den Alltags- und Lebensbedarf und hochwertigen Grün- und Freiräumen.“ Das Quartier soll rund 2.600 geförderte und freifinanzierte Wohnungen aufnehmen, die unter der Widmungskategorie „Geförderter Wohnbau.“—Planungs- und Mobilitätsstadträtin Ulli Sima
Qualitätsbeirat steuert den Qualitätssicherungsprozess
Grundlage für die Qualitätssicherung bildet ein eigens für den Standort entwickeltes Qualitätenhandbuch der Stadt Wien. Es definiert Anforderungen an Städtebau, Architektur, Freiraumgestaltung, Nachhaltigkeit und Mobilität. Der Qualitätsbeirat des wohnfonds_wien — seit 2021 für ganze Stadtquartiere zuständig, nicht nur für geförderte Einzelprojekte — begleitet den Prozess von der Planung bis zur Fertigstellung. Wohnbaustadträtin Elke Hanel-Torsch betont den politischen Anspruch: „Mit dem Stadtquartier Eibengasse schaffen wir leistbaren und sicheren Wohnraum für die Wienerinnen und Wiener und entwickeln ein neues, klimafittes Stadtviertel mit hoher Lebensqualität. Damit setzen wir konsequent auf die Qualitäten des Wiener Wohnbaumodells: leistbares Wohnen dank der Widmungskategorie ‚Geförderter Wohnbau', starke Nachbarschaften und eine nachhaltige Stadtentwicklung.“
„Die Qualität eines neuen Stadtteils entsteht nicht erst im fertigen Quartier, sondern bereits im Planungsprozess. Genau hier setzt der Qualitätsbeirat an. Das Zwischenkolloquium ist ein wichtiger Meilenstein, weil die Projekte gemeinsam betrachtet und auf ihre Wirkung für das gesamte Quartier abgestimmt werden.“—Gregor Puscher, Geschäftsführer des wohnfonds_wien,
Klimawandelanpassung und Freiraum: 2,5 Hektar öffentlicher Park
Herzstück des Quartiers wird ein rund 2,5 Hektar großer öffentlicher Park. Ergänzend dazu entstehen vielfältig nutzbare Freiräume und Spiel- und Aufenthaltsbereiche auf den Baufeldern sowie Grünflächen entlang der U-Bahn-Trasse. Dach- und Fassadenbegrünungen, Baumpflanzungen, möglichst geringe Bodenversiegelung und eine gute Durchlüftung des Quartiers sollen die Klimawandelanpassung sicherstellen. Sima verweist auf die wachsende Relevanz dieser Maßnahmen: „Gerade in Zeiten, in denen es immer längere Hitzephasen gibt, ist die Qualität eines Stadtquartiers entscheidend für die Lebensqualität der Menschen, die künftig hier wohnen und arbeiten werden.“
Soziale Infrastruktur: Kindergärten, Schule, Nahversorgung
"Geplant sind zwei neue Kindergärten sowie zusätzliche Nahversorgungsangebote. Die neue Schule an der Langobardenstraße mit 17 Volksschul- und 16 Mittelschulklassen ist bereits seit 2023 in Betrieb. Durch die neuen Freiräume und die Infrastruktur profitiert das gesamte Umfeld in der Donaustadt.“—Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy
Zeitplan: Realisierungsphase ab 2027
Der Qualitätssicherungsprozess folgt einem strukturierten Zeitplan. Ab September 2026 stimmen weitere Werkstatt-Termine Themen wie Erschließung und Mobilität, Freiraum, Sockelzone und Nutzungen sowie Gemeinschaftsbildung bauplatzübergreifend ab. Bis zum abschließenden Kolloquium im Dezember 2026 klären die Beteiligten zudem die künftige Energieversorgung und die Baulogistik. Nach Abschluss des Beurteilungsverfahrens im Februar 2027 startet die Realisierungsphase. Den formalen Abschluss des Qualitätsbeirats bildet eine Besichtigung des fertiggestellten Quartiers in Form einer „Abnahme“.