Infina legt 2025 um 20 Prozent zu – Wohneigentum wieder leistbarer

Infina steigert 2025 Volumen auf 1,4 Mrd. Euro. Sinkende Zinsen verbessern Leistbarkeit.
Ferdinand Neubauer
Ferdinand Neubauer
KIRCHMAIR, Christoph (Infina)
KIRCHMAIR, Christoph (Infina)
© Infina

Der Kreditvermittler Infina hat 2025 sein Neugeschäft um 20 Prozent auf rund 1,4 Milliarden Euro gesteigert. Nach den Rückgängen 2023 und 2024 zieht die private Immobilienfinanzierung wieder an.

Stagnierende Immobilienpreise, sinkende Kreditzinsen und höhere Einkommen verbessern laut Unternehmen die Leistbarkeit deutlich. Variable Kreditzinsen seien von durchschnittlich 4,70 Prozent im Jahr 2024 auf 3,32 Prozent im Februar 2026 gesunken.

Der hauseigene „Leistbarkeitsindex“ zeigt: Für Haushalte mit zwei Vollzeitgehältern sind selbst teurere Wiener Lagen wie der 7. Bezirk mit einer Belastung von 37,8 Prozent wieder finanzierbar (2023: 48,5 Prozent). In Wien-Favoriten liegt die Quote für ein Durchschnittspaar bei 40,5 Prozent (2023: 52 Prozent) und damit im empfohlenen Rahmen. Einkommensstarke Alleinverdiener kommen im 10. Bezirk auf 33 Prozent.

„Die Schaffung von Wohneigentum wird durch stagnierende Immobilienpreise, steigende Einkommen, die Entschärfung regulatorischer Hürden und niedrigere Zinsen wieder für deutlich mehr Haushalte möglich“, sagt Christoph Kirchmair. Das sei auch eine „wirksame Gegensteuerung zur Altersarmut“.

Infina setzt auf einen „phygitalen“ Ansatz aus persönlicher Beratung und digitaler Plattform. Die Technologie Profin bündelt Bankangebote und Dokumentation, auch die Immobilienvermittlung wurde integriert. 2026 soll die Plattform erstmals mehr als 5.000 institutionelle Nutzer zählen.

Für heuer plant das Unternehmen weiteres Wachstum – nicht nur in der privaten Wohnbaufinanzierung, sondern auch in der gewerblichen Finanzierung und in der Immobilienvermittlung.