Innenstädte neu denken: ULI richtet Retail Council neu aus

Das Urban Land Institute (ULI) reagiert auf die strukturellen Veränderungen in europäischen Innenstädten.
Dagmar Gordon
Dagmar Gordon
Innenstädte neu denken: ULI richtet Retail Council neu aus
© Urban Land Institute (ULI)

Auf Anregung des ULI-Mitglieds Midstad, wird der bisherige Retail Council des ULI strategisch weiterentwickelt und um den Aspekt Mixed-Use ergänzt. Künftig firmiert das Gremium unter dem Titel Mixed-Use Council.

Die Neuausrichtung spiegelt einen grundlegenden Wandel wider. Monofunktionale Handelskonzepte verlieren zunehmend an Bedeutung, während gemischt genutzte Quartiere als resilientere und zukunftsfähigere Modelle in den Fokus rücken. Mixed-Use-Konzepte integrieren neben Einzelhandel unter anderem Arbeitswelten, Gesundheitsangebote, Bildung, Wohnen, Gastronomie und kulturelle Nutzungen. Sie tragen dazu bei, Frequenz zu stabilisieren, Aufenthaltsqualität zu erhöhen und Innenstädte langfristig als soziale und wirtschaftliche Zentren zu stärken.

Als aktiver Teil des ULI-Netzwerks bringt sich Midstad kontinuierlich in den fachlichen Austausch zur Zukunft der Stadtentwicklung ein. Im Fokus steht dabei die Transformation innerstädtischer Bestandsimmobilien zu lebendigen, resilienten Orten mit messbarer sozialer und ökologischer Wirkung. Die Neuausrichtung des Councils unterstreicht auch den Anspruch des ULI, aktuelle Entwicklungen frühzeitig aufzugreifen und den Diskurs aktiv mitzugestalten – hin zu einer integrierten, menschenzentrierten Stadtentwicklung.

„Mit der Weiterentwicklung vom Retail zum Mixed-Use Council greifen wir die veränderten Anforderungen an Innenstädte konsequent auf. Nutzungsmischung ist kein Trend, sondern eine zentrale Voraussetzung für lebendige und zukunftsfähige urbane Räume. Der Council bietet eine wichtige Plattform, um diesen Wandel gemeinsam mit führenden Akteuren der Branche aktiv zu gestalten.“
—Sabine Georgi - Geschäftsführerin des ULI in Deutschland, Österreich, Schweiz

Kevin Meyer, Geschäftsführer von Midstad, ergänzt: „Die Herausforderungen unserer Innenstädte lassen sich nicht mehr isoliert über den Handel lösen. Gefragt sind ganzheitliche Konzepte, die unterschiedliche Nutzungen intelligent verbinden und sich konsequent an den Bedürfnissen der Menschen orientieren. Die Umbenennung in Mixed-Use Council ist daher ein folgerichtiger Schritt und ein wichtiges Signal für die Weiterentwicklung unserer Branche.“