UBM Development setzt beim Münchner Wohnbauprojekt Timber Living auf ein Badezimmerkonzept, das serielles Bauen und gestalterischen Anspruch verbindet. Entwickelt hat es der in München und Berlin ansässige Interior Designer Justin Howlett, der regelmäßig in der von „Architectural Digest“ veröffentlichten AD100-Liste erscheint. Das Ergebnis: ein Modulbad, das als vollständig gestaltetes Interior-Produkt konzipiert wurde — nicht als nachgeordnete technische Einheit.
Zeitlose Gestaltung statt Standardlösung
Howlett stand bei dem Projekt vor einer spezifischen Aufgabe: ein Bad zu entwickeln, das unterschiedliche Nutzer anspricht, ohne austauschbar zu wirken.
„Mir war es sehr wichtig, etwas zu schaffen, das zeitlos elegant ist. Wir haben uns deshalb bewusst für eine neutrale Farbwelt entschieden und gleichzeitig die Materialität deutlich über den üblichen Standard gehoben. Der Unterschied zum Gewöhnlichen liegt im Detail.“—Justin Howlett
Für UBM Development Deutschland-Chef Christian Berger markiert das Badezimmer einen grundsätzlichen Anspruch.
„Gebaut werden viele Bäder jedoch vielerorts noch immer nach der Logik einer rein technischen Nasszelle.“—Christian Berger
Selfcare habe sich zum selbstverständlichen Teil moderner Wohnkultur entwickelt — die Baupraxis halte damit vielerorts nicht Schritt.
Timber Living stellt damit eine verbreitete Annahme über serielles Bauen in Frage.
„Wir wollten zeigen, dass sich Hochwertigkeit und serielles Bauen nicht ausschließen. Bei vielen Menschen schwingt aus der Vergangenheit noch der Eindruck monotoner Fassaden, uniformer Grundrisse und billiger Kunststoff-Duschzellen mit. Dabei hat sich das modulare und serielle Bauen längst grundlegend weiterentwickelt.“—Christian Berger
Die Bäder entstehen nicht erst im Rohbau als technische Einheiten, sondern sind von Beginn an Bestandteil des architektonischen Konzepts. UBM legt Maße, Anschlüsse, Materialien und Details bereits in einer frühen Projektphase exakt fest.
„Im Gegensatz zum herkömmlichen Bauen ist die Planungsphase deutlich länger. Man muss sich sehr früh auf den Millimeter genau Gedanken machen, weil später auch auf den Millimeter genau gefertigt wird.“—Christian Berger
Diese Präzision ermöglicht es, Fliesenarbeiten unter kontrollierten Bedingungen in der Werkhalle auszuführen und alle Bäder exakt gleich einzubauen. Howlett bezeichnet das als „Maßarbeit bis ins kleinste Detail“.
„Gerade die frühe, millimetergenaue Planung ermöglicht hochwertige Materialien, Details und eine gestalterische Handschrift, die sich in zahlreichen Wohnungen in gleichbleibender Qualität umsetzen lässt.“—Christian Berger
Materialauswahl: Kronos Ceramiche, Vallone, Flos
An Wänden und Böden kommen keramische Feinsteinzeugfliesen des italienischen Herstellers Kronos Ceramiche zum Einsatz. Die massiven Edelstahlarmaturen sowie die Unterbauschränke stammen vom deutschen Hersteller Vallone. Satinierte Glaskugelleuchten des italienischen Designlabels Flos setzen am Spiegel einen wohnlichen Akzent. Die Duschen werden vollständig mit Glastrennwänden ausgestattet — eine Leistung, die laut UBM selbst in höheren Preisregionen bei Bauträgerprojekten nicht selbstverständlich ist.
Zeitlosigkeit als Nachhaltigkeitsprinzip
Timber Living wird in Holz-Hybrid-Bauweise realisiert. Die Verbindung aus Holzbau und Vorfertigung zielt darauf ab, Materialien gezielter einzusetzen, Abfälle zu reduzieren und CO₂ langfristig im Gebäude zu speichern. Zur Nachhaltigkeitsstrategie zählt UBM auch die gestalterische Langlebigkeit.
„Ein Bad ist erst dann wirklich nachhaltig, wenn es über Modetrends hinaus Bestand hat und nicht nach 15 Jahren erneuert wird, nur weil die Farben nicht mehr modern sind.“—Christian Berger
Eine zeitlose Gestaltung vermeide Umbauten und den vorzeitigen Austausch hochwertiger Materialien — und verlängere damit den Lebenszyklus des Gebäudes insgesamt.