Jeder dritte Haushalt bildet keine finanziellen Rücklagen
Insgesamt rund 48 % sparten weniger als im Vorjahr
Inflationsrate
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34 % der Haushalte in Österreich gaben im 3. Quartal 2025 an, in einem durchschnittlichen Monat keine Ersparnisse zu bilden. Rund 15 % legten monatlich mehr als 1 000 Euro zurück. Das geht aus der von Statistik Austria durchgeführten Befragung zu den sozialen Krisenfolgen hervor.
„Die Möglichkeit, finanzielle Rücklagen zu bilden, variiert innerhalb der Bevölkerung stark. Rund 66 % der 18- bis 74-Jährigen haben im 3. Quartal 2025 angegeben, monatlich Geld zur Seite zu legen, 34 % sparen nichts. Allgemein sparte die Hälfte der Bevölkerung weniger als im Vorjahr, wobei als Hauptgrund für die geringeren Sparvolumina gestiegene Ausgaben genannt wurden.“
—Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria.
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Sparverhalten: 34 % der Haushalte sparen monatlich nichts, während 15 % mehr als 1.000 Euro zurücklegen. Insgesamt gaben 48 % der 18- bis 74-Jährigen an, weniger gespart zu haben als im Vorjahr, hauptsächlich aufgrund gestiegener Ausgaben. Besonders vulnerable Gruppen wie Haushalte mit niedrigem Einkommen, von Arbeitslosigkeit betroffene Haushalte und Ein-Eltern-Haushalte sparen am wenigsten.
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Einkommensveränderungen: 25 % der 18- bis 74-Jährigen erlebten Einkommensverluste in den letzten 12 Monaten, was etwa 1,7 Millionen Personen entspricht. Besonders betroffen sind Haushalte mit Arbeitslosigkeit (48 %). 37 % der Befragten gaben an, dass es ihnen schwerer fällt, mit ihrem Einkommen auszukommen, vor allem wegen gestiegener Ausgaben für Lebensmittel, Wohnen und Energie.
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Wirtschaftliche Unsicherheit: 22 % der Befragten erwarten einen Rückgang ihres Haushaltseinkommens in den nächsten 12 Monaten, und 59 % rechnen mit einer Verschlechterung der allgemeinen Wirtschaftslage.
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Wohnkostenbelastung: Für 15 % der Bevölkerung stellen Wohnkosten eine starke Belastung dar, besonders für Haushalte mit niedrigem Einkommen (38 %) und von Arbeitslosigkeit betroffene Haushalte (31 %).
Die Daten stammen aus der quartalsweisen Befragung „So geht’s uns heute“, die von Statistik Austria durchgeführt wird, um die sozialen Folgen aktueller Krisen zu analysieren. Die Ergebnisse basieren auf einer Stichprobe von 3.800 Personen im Alter von 18 bis 74 Jahren. Weitere Details sind im Bericht „So geht’s uns heute: Die sozialen Krisenfolgen im 3. Quartal 2025 – Schwerpunkt: Sparverhalten“ auf der Website von Statistik Austria verfügbar.