47 Prozent würden gerne ein Haus kaufen oder bauen und dabei am Stadtrand einer Großstadt oder in einem kleineren bzw. mittleren Dorf wohnen, zeigt eine von Erste Bank, Sparkassen und s Bausparkasse in Auftrag gegeben IMAS-Umfrage unter rund 350 Menschen im Alter von 18 bis 35 Jahren. Mehr als die Hälfte der Befragten gab aber an, sich Eigentum derzeit nicht leisten zu können. "Steigende Wohnkosten, die von 60 Prozent der Jungen bemerkt werden, aber auch die aktuelle Preissituation am Immobilienmarkt sind dabei die größten Hindernisse", so s Bausparkasse-Vorstand Christian Reingruber.
Wer hätte dies gedacht
In der Wohnstudie 2021 machte die Gruppe der 18- bis 35jährigen klare Aussagen: Ein Großteil (64 Prozent) dieser Altersgruppe ist mit der aktuellen Wohnsituation „sehr zufrieden“. Aber das vergangene Jahr sowie die Zeit zu Hause hat Wünsche und Bedürfnisse beim Wohnen geschärft. Die Bedeutung von Wohnen ist während der Pandemie für 49 Prozent der Befragten gestiegen.
Jeder Fünfte der Befragten (22 Prozent) gab den Wunsch zu übersiedeln an, angetrieben vom Wunsch nach mehr Platz (37 Prozent). Homeoffice und Homeschooling waren eine Zeitlang Alltag, damit wuchs bei jungen Menschen der Wunsch nach großzügigerem Wohnen. Klarer Wohnfavorit ist für die junge Generation das Haus. 47 Prozent würden gerne ein Haus kaufen oder bauen. Dieser Wunsch lässt auch ein weiteres, vermeintlich überraschendes Ergebnis der Studie erklären: Die Mehrheit der befragten möchte am liebsten am Stadtrand einer Großstadt (26 Prozent) wohnen, eine weitere signifikante Gruppe am liebsten in einem kleineren bzw. mittleren Dorf (27 Prozent).
Die Jugendlichen möchten großzügig wohnen, weil sie die Erfahrung gemacht haben, in die eigenen vier Wände zurückgedrängt zu werden. Obwohl junge Menschen mit 19 oder 20 Jahren bevorzugt in der Stadt wohnen, entscheiden sich weiterhin die meisten für ein Leben in der Peripherie sobald die Familiengründung in den Vordergrund rückt. „Die Jungen ziehen sich gerne zurück, um sich zu erholen – der Traum vom eigenen Haus mit Garten, einer eigenen Wohnung mit Balkon oder einer Wohnung im Erdgeschoss mit Zugang zum Garten ist stark vorhanden“, so Soziologe und Jugendforscher Bernhard Heinzlmaier.
Stellt sich ja nur noch die Frage der Leistbarkeit.