Klinik Landstraße: Baustart der neuen Erstversorgungsambulanz

Alle Maßnahmen erfolgen bei laufendem Betrieb - die Fertigstellung im 1. Quartal 2027
Ferdinand Neubauer
Ferdinand Neubauer
Klinik Landstraße: Baustart der neuen Erstversorgungsambulanz
© VOGUS - Wolfgang Voglhuber

In der Klinik Landstraße erfolgt der offizielle Bau-Start für die neue Erstversorgungsambulanz (EVA). Gemeinsam mit der parallel stattfindenden Erweiterung der Eingangshalle stellt das Projekt einen zentralen Baustein für die laufende Modernisierung des Standorts dar und ist ein wichtiger Meilenstein für das größte Modernisierungsprogramm in der Geschichte des Wiener Gesundheitsverbundes (WIGEV):

„Mehr Raum für schnelle Hilfe ist unser Anspruch für die Wiener Bevölkerung. Die EVA der Klinik Landstraße wird maßgeblich dazu beitragen. Hier, im Herzen von Wien, entsteht eine Top-Anlaufstelle für Menschen, die medizinische Hilfe brauchen".
—Stadtrat Peter Hacker 

Die gesamte Region profitiert

Mit der neuen EVA geht eine Aufwertung der medizinischen Versorgung in der gesamten Region einher. Derzeit kommen rund 58 % der EVA-Patienten in der Klinik Landstraße aus dem 3., 10. und 11. Bezirk, über 80 % sind berufstätige Erwachsene zwischen 20 und 69 Jahren. Insgesamt werden am Standort aktuell 2.800 bis 3.000 EVA-Patienten monatlich versorgt.

Generell haben sich die Erstversorgungsambulanzen im Wiener Gesundheitsverbundes in den vergangenen Jahren als wirksames Modell zur Entlastung der Notaufnahme etabliert. Dieser Effekt zeigt sich auch in der Klinik Landstraße, wo im Jahr 2025 bis zu 68 % aller EVA-Patienten mit einem Rezept wieder nach Hause entlassen werden konnten. Das entspricht etwa 7 von 10 Patienten.

Erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Ärztefunkdienst

Nicht zuletzt dank der Arbeit des Ärztefunkdienstes, dem Betreiber der Erstversorgungsambulanzen, gewinnt die Notaufnahme wertvolle Kapazitäten für akute und komplexe Fälle.

„Die Zahlen sprechen für sich. Die Zusammenarbeit zwischen Ärztefunkdienst und Notaufnahme ist ein Erfolgsmodell – und mit der neuen EVA schaffen wir die räumlichen Voraussetzungen, um diesen Weg konsequent weiterzugehen:“
—Michael Binder, Ärztlicher Direktor des Wiener Gesundheitsverbundes.

Als erste Anlaufstelle bietet die EVA Diagnostik und Behandlung für akute allgemeinmedizinische Probleme. Ähnlich einer hausärztlichen Praxis, jedoch auch außerhalb regulärer Öffnungszeiten. Das Spektrum reicht von Infekten über Schmerztherapie bis zur Versorgung von Schnitt- und Schürfwunden. Ein kleines Labor ermöglicht rasche Befundabklärungen.

Ein markanter Vorbau wird das Erscheinungsbild der Klinik Landstraße künftig prägen. Es entsteht ein zeitgemäßer, einladender Eingangsbereich, in dem EVA, Haupteingang und ein neues, bereits umgesetztes Verkaufslokal ein harmonisches Gesamtbild ergeben.

„Alle Maßnahmen erfolgen bei laufendem Betrieb – eine logistische Meisterleistung, die nur durch die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten möglich ist:“
—Michael Lischent, Geschäftsführer der Projektentwicklungs- und Baumanagement 

Die wichtigsten Eckdaten:

  • 210 m² neue Nutzfläche für die Erstversorgungsambulanz
  • !50 m² zusätzliche Fläche für die Eingangshalle
  • 360 m² zusätzliche Gesamtfläche
  • Fertigstellung im 1. Quartal 2027