Lorenz Consult verantwortet Generalplanung für OP-Neubau

LKH-Univ. Klinikum Graz startet fünfte Bauetappe in Modernisierung
Lorenz Selinger
Lorenz Selinger
Klinikum Graz
Klinikum Graz
© LKH-Univ. Klinikum Graz / M. Kanizaj

Mit der fünften Bauetappe (BE5) startet das LKH-Univ. Klinikum Graz in den nächsten großen Schritt der umfassenden Modernisierung seines Chirurgiekomplexes. Die baulichen Arbeiten begannen im Januar 2026, die Übergabe/Übernahme der neuen Bereiche ist für das dritte Quartal 2028 vorgesehen.

Die ursprüngliche Grundstruktur des Chirurgiekomplexes im LKH-Univ. Klinikum Graz bildet der aus der Entstehungszeit des Klinikums stammende Altbau, der in den Anfangsjahren des 20. Jahrhunderts errichtet wurde. In den 1960er- bis 1970er-Jahren folgte in unmittelbarer Nachbarschaft ein zehngeschossiges Chirurgiehochhaus. Im Laufe der letzten Jahrzehnte wurden zahlreiche Um- und Zubauten sowie Sanierungsmaßnahmen innerhalb des Chirurgiekomplexes vorgenommen. Die Bauetappe 5 bildet nun den finalen Teil dieses Gesamtprojekts und umfasst die Errichtung von acht neuen OP-Sälen für Urologie, Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie sowie Herzchirurgie. Dabei handelt es sich um einen Ersatzbau für die bestehenden OP-Zentren A und C im Innenhof der alten Chirurgie, der an den Bestand angebaut und mit diesem verbunden sein wird.

Lorenz Consult übernimmt gemeinsam mit dem ARGE-Partner Markus Pernthaler die Generalplanung und zeichnet verantwortlich für die integrale Gesamtplanung über alle Fachbereiche hinweg. Seitens Lorenz Consult werden dabei direkt die Bereiche Generalplaner-Projektleitung, Gesamtkoordination und Tragwerksplanung betreut. Weitere Fachdisziplinen wie Haus-, Regelungs- und Elektrotechnik, Medizintechnik sowie Bauphysik werden über spezialisierte Subunternehmen gesteuert.

Der Planungsstart des Projekts erfolgte Mitte 2023, der Baustart im Januar 2026 und die Übergabe/Übernahme ist für das dritte Quartal 2028 geplant.

Bauen im laufenden Betrieb

Eine besondere Herausforderung ergibt sich aus der Tatsache, dass der medizinische Betrieb während der gesamten Bauzeit aufrechterhalten werden muss. Da angrenzend an den Neubau weiterhin Operationssäle, Patientenzimmer und weitere Bereiche genutzt werden, sind nur lärm- und erschütterungsarme Bauweisen zulässig. Hinzu kommen strenge hygienische Vorgaben, insbesondere im Hinblick auf Lüftungstechnik und Oberflächen, die den hohen Standards moderner OP-Infrastrukturen entsprechen müssen. Das beengte Baufeld, die Wahrung der unterschiedlichen Interessen aller Projektbeteiligten (Errichter, Betreiber, Nutzer) sowie die Schaffung bestmöglicher Vereinbarkeit aus höchsten technischen Anforderungen und wirtschaftlich begrenzten Rahmenbedingungen sind weitere Herausforderungen.

Lorenz Consult und das LKH-Univ. Klinikum Graz

Lorenz Consult blickt auf eine mittlerweile 40-jährige Zusammenarbeit mit dem LKH-Univ. Klinikum Graz zurück. Zu den umgesetzten Projekten am LKH-Univ. Klinikum Graz zählen u.a. die Chirurgie Bauetappen 1 und 2, ein Tunnelsystem für die Gesamtlogistik, eine Rohrpost für ein klimaneutrales Verschicken von Proben sowie diverse Sanierungen der historischen Gebäude.

„Neu- und Umbauten in einem Krankenhaus erfordern höchste Sorgfalt. Sie zählen zu sehr komplexen Bauaufgaben. Technische, hygienische und organisatorische Anforderungen müssen perfekt ineinandergreifen.“
—Christian Lorenz, Geschäftsführer von Lorenz Consult