Benötigen Firmen eine neue oder modernere Industrieimmobilie, haben sie meist ziemlich konkrete Vorstellungen, was diese bieten soll. Dass die Erwartungen von Unternehmen zu Unternehmen stark variieren, liegt auf der Hand, schließlich hat jede Branche ihre Besonderheiten und Geschäftsmodelle unterscheiden sich. Im Gegensatz zu bereits bestehenden oder fertig geplanten Objekten zielen „Built-to-Suit“-Konzepte darauf ab, diesen Wünschen maßgeschneidert Rechnung zu tragen.
„Die Immobilien werden an die individuellen Anforderungen und Betriebsabläufe der Unternehmen angepasst. Spezielle Anforderungen beziehen sich zum Beispiel auf den Standort, die regionale Infrastruktur, die Größe und Aufteilung von Büro- und Hallenflächen, Ladetore, Freiflächen und zukünftige Erweiterungsmöglichkeiten. Auch nachhaltiges und ressourcenschonendes Bauen rückt bei vielen Unternehmen zunehmend in den Fokus.“—Andreas Liebsch, Geschäftsführer des österreichischen Industrieimmobilienentwicklers Go Asset Development
„Built-to-Suit“ in Miete: Maßgeschneidert und weniger kostenintensiv
Wer seine Wunschimmobilie selbst finanziert, braucht dafür meist allerdings ein stattliches Budget. Zumal die Baukosten in den letzten Jahren nicht gerade gesunken sind, und auch die Materialbeschaffung aufgrund der Lieferketten-Situation ein Risiko darstellt. Als Komplettdienstleister mit langjähriger Erfahrung in der Planung und Errichtung von Industrie- und Logistikimmobilien bietet Go Asset Development diese Lösung auch als Mietvariante an und kümmert sich selbst um die Finanzierung.
„Betriebe entscheiden sich dafür, wenn sie die hohen Investitionskosten für den Ankauf und die Errichtung einer Immobilie nicht selbst tragen wollen. Damit wird sichergestellt, dass die Anforderungen des Unternehmens so erfüllt werden, als wäre dieses der Eigentümer, der das Objekt für sich baut. Gleichzeitig trägt der Nutzer kein Bau- und kein Kostenrisiko. Ein Mietvertrag bietet mehr Flexibilität als Eigentum, um auf sich ändernde Marktbedingungen zu reagieren bei planbaren Ausgaben. Gerade in der heutigen Zeit bringt das die gewünschte Flexibilität und Planbarkeit für Unternehmen.“—Andreas Liebsch
Da auch der Projektentwickler in einem Mietverhältnis Sicherheiten braucht, beträgt die Mindestlaufzeit bei Go Asset Development in der Regel 10 bis 15 Jahre – je nach mieterspezifischen Besonderheiten der Immobilie.
Standort immer an erster Stelle
Wird eine Industrie- oder Logistikimmobilie passgenau für die Bedürfnisse eines Unternehmens entwickelt, so könnte man meinen, dass es dafür vielleicht bereit ist, wenn nötig, kleine Abstriche bei der Standortwahl zu machen. Doch diese Annahme verneint Experte Liebsch deutlich:
„Die Auswahl des Standortes hat für die späteren Nutzer oberste Priorität. Go Asset hilft Unternehmen dabei, das optimale Grundstück zu identifizieren, das in Bezug auf Verkehrsanbindung, Erschließung und Infrastruktur alle Anforderungen erfüllt. Sofern der Nutzer die Immobilie in seinem Eigentum errichtet und wir dabei unterstützen dürfen, bestimmt der Eigentümer die Lage. Sobald es sich um ein Mietobjekt handelt, ist die Lage auch als zentraler Erfolgsfaktor für eine allfällige Nachvermietung zu betrachten. Ein Built-to-Suit Objekt in schlechter Lage würde nicht funktionieren."—Andreas Liebsch
Eine bestimmte Unternehmens- oder Projektgröße, ab der solche maßgeschneiderten Immobilien erst richtig Sinn machen, gibt es laut dem Entwickler nicht.
„Unsere Kunden in diesem Projektsegment sind in der Regel mittelständische Unternehmen, aber auch große Handelskonzerne.“—Andreas Liebsch
Risiken früh mitdenken und flexibles Reagieren gefragt
Für das Gelingen der Projekte sind die Festlegung eines Projektbudgets sowie des Projektterminplans wesentliche Faktoren. Doch selbst bei minutiöser Planung kann es zu Stolperfallen kommen. Das größte zeitliche Risiko sieht Liebsch in der Dauer von Genehmigungsprozessen – vor allem Bau- und Gewerbegenehmigungen, aber auch allfällige weitere Genehmigungsverfahren. Nicht selten werden Planabweichungen durch unvorhersehbare Ereignisse ausgelöst.
„Dazu zählen etwa Überraschungen im Untergrund wie Kontaminationen oder eingeschränkte Tragfähigkeit.“—Andreas Liebsch
Aber auch externe Einflüsse wie geopolitische Spannungen, die globale Lieferketten ins Stocken bringen und Rohstoff- sowie Baustoffpreise spürbar beeinflussen können. Hinzu kommen mögliche projektbegleitende Änderungen eines Kunden, die im laufenden Prozess Anpassungen erfordern und sich auf Termine und Kosten auswirken können“, berichtet Liebsch. Entscheidend sei, solche Risiken früh mitzudenken, transparent zu kommunizieren und flexibel zu reagieren.
Go Asset Development entwickelt für Brauunion
Ein aktuelles Beispiel für die Umsetzung einer „Built-to-suit“-Industrieimmobilie in Miete ist das neue Auslieferungslager der Brauunion, das in Fürnitz in Kärnten entsteht.
„Die Brauunion hat konkret nach einem Projektpartner gesucht, der das Investment für das neue Auslieferungslager tätigt. Dies haben wir als Projektentwickler ermöglicht“.—Andreas Liebsch
Das Grundstück in Fürnitz hat eine Gesamtfläche von etwa 36.000 Quadratmetern, die Nutzfläche mit dem Auslieferungslager selbst beträgt rund 10.500 Quadratmeter. Neben einer hervorragenden Verkehrsanbindung punktet der Standort auch durch die geografische Lage mit der Nähe zu Italien und Slowenien.
„Auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ist es uns dank langjähriger Erfahrung, Expertise, einem umfassenden Expertennetzwerk und Flexibilität möglich, Unternehmen stets maßgeschneiderte Lösungen anzubieten und diese gemeinsam zu realisieren.“—Andreas Liebsch