Nach jahrelangen Vorarbeiten und der Klärung zahlreicher bürokratischer Fragen ist das Areal der ehemaligen Martinek-Kaserne nun offiziell zum Kauf ausgeschrieben. Die Liegenschaft wird auf der Website des Bundesministeriums für Landesverteidigung sowie auf mehreren Immobilienplattformen angeboten.
Der Weg bis zur Ausschreibung war komplex und von intensiven Abstimmungen zwischen Bund, Stadt Baden und weiteren Beteiligten geprägt. Mit dem nun erfolgten Schritt eröffnen sich neue Entwicklungsmöglichkeiten für eines der größten innerstädtischen Areale der Region.
Nach wie vor ist die Widmung noch offen. So heißt es in den Unterlagen: "Die derzeitige Widmung lautet Bauland Sondergebiet Kaserne, BS–Sonderkrankenanstalt und Grünland–Grüngürtel Immissionsschutz. Seitens der Stadt werden Sondergebietswidmungen wie Gesundheit, Bildung, Kreativwirtschaft und Sport in Aussicht gestellt. Widmung und Nutzungsmöglichkeiten sind vom Käufer zu prüfen."
Sowohl auf kommunaler als auch auf bundespolitischer Ebene zeigt man sich erleichtert. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und Badens Bürgermeisterin Carmen Jeitler-Cincelli sprechen von einem Neubeginn und sehen in der künftigen Nutzung die Chance, das Areal nachhaltig zu entwickeln. Denkbar seien unterschiedliche Nutzungskonzepte – von Bildung und Kreativwirtschaft bis hin zu Gesundheits-, Sport- und Freizeitangeboten –, entscheidend sei eine Belebung des Standorts mit Mehrwert für die Stadt.
Die Martinek-Kaserne steht seit 2013 leer. Mehrere Verkaufsversuche blieben bislang erfolglos: Ein erster Anlauf scheiterte 2014, ein weiterer 2017. Ab 2021 wurden neue Gespräche geführt, 2024 konnte ein Teilareal von 3,3 Hektar verkauft werden. Mit der aktuellen Ausschreibung soll nun der nächste Schritt zur vollständigen Entwicklung des Areals gesetzt werden.
Das Mindestgebot liegt bei 36 Millionen Euro.