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Nina Schjerve

Hoyer Brandschutz hat mit Nina Schjerve eine der profiliertesten Fachplaner Österreichs an Bord geholt
Michael Neubauer
Michael Neubauer
Nina Schjerve
© Tober

Die 52-Jährige verfügt nicht nur über langjährige Praxis in der klassischen Brandschutzplanung, sondern bringt auch wissenschaftliche Expertise und mehr als 25 Jahre Erfahrung in der brandschutztechnischen Simulation mit.

Den Weg zum Brandschutz schlug Nina Schjerve bereits nach ihrem Architekturstudium am Institut für Baustofflehre, Bauphysik und Brandschutz an der TU Wien ein. Hier wirkte sie als Studienassistentin an Brandversuchen mit, verfasste Gutachten, hielt Vorlesungen zu Brandschutz und befasste sich schon früh mit einem neuen Forschungsgebiet: Brand- und Verrauchungssimulationen. Nach Abschluss ihres Doktorats und rund zehn Jahren an der TU Wien wechselte sie als Projektleiterin in die Privatwirtschaft: zunächst zum Generalplaner Vasko+Partner – später zu FSE Brandschutz, wo sie als Prokuristin zuletzt den Aufbau und die Leitung des Wiener Standorts verantwortete.

Neben anspruchsvollen Brandschutzprojekten wird Nina Schjerve ihr Know-how schwerpunktmäßig in der Simulation einsetzen und dieses Leistungsfeld mit dem bestehenden Team vorantreiben. Dass die Methodik in Österreich noch mit Akzeptanzproblemen kämpft, kann sie nicht nachvollziehen: „In der Statik sind Berechnungsprogramme längst akzeptiert, im Brandschutz werden sie teilweise noch skeptisch gesehen. Für mich ist unabhängig vom Gewerk entscheidend, dass solche Berechnungen von Fachleuten durchgeführt werden, die Ergebnisse kritisch hinterfragen können“, so Schjerve. Sie ist überzeugt, dass simulationsgestützte Nachweise in Österreich künftig an Bedeutung gewinnen werden – insbesondere bei komplexen Bauvorhaben, die eine differenziertere brandschutztechnische Bewertung erfordern.