Nominierungen für Staatspreis Architektur und Nachhaltigkeit 2026

7 Projekte in der finalen Auswahl – Bekanntgabe der Siegerprojekte im November in Wien
Lorenz Selinger
Lorenz Selinger
GNICE-SALZBURG
GNICE-SALZBURG
© Kurt Hoerbst

Zum neunten Mal vergibt Österreich den Staatspreis Architektur und Nachhaltigkeit — und das Interesse der Branche bleibt ungebrochen. 65 Projekte aus dem gesamten Bundesgebiet reichten sich ein. Eine unabhängige Jury wählte 13 davon vor und besichtigte sie im Rahmen einer Juryreise vor Ort. Sieben Projekte überzeugten schließlich sowohl architektonisch als auch in puncto Nachhaltigkeit und stehen nun als Nominierte fest. Die Preisverleihung findet im November in Wien statt.

„Die Einreichungen und insbesondere die nominierten Projekte zeigen klar: Energieeffizientes und ressourcenschonendes Planen, Bauen und Sanieren sind fester Bestandteil einer zukunftsfähigen Baukultur in Österreich. Dabei richtet sich der Fokus zunehmend auf das Bauen im Bestand, die Wiederverwendung bestehender Materialien, den Einsatz erneuerbarer Energien und soziale Nachhaltigkeit. Mit dem Staatspreis Architektur und Nachhaltigkeit zeigen wir, wie innovative und ganzheitliche Lösungen in der Praxis aussehen können und welchen Beitrag hochwertige Architektur zu einer nachhaltigen Entwicklung und zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Österreich leistet.“
—Energie-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner

Die sieben nominierten Projekte

  • FRANCIS im Althan Quartier (Wien) – Sanierung und Weiterentwicklung im Bestand für gemischte Nutzung
  • Sport Arena Wien (Wien) – Ersatzneubau mit Nachverdichtung und Fokus auf Kreislaufwirtschaft
  • parcours – Wohnen in Bewegung (Wien) – Neubau mit sozialem Anspruch
  • Volksschule Molitorgasse (Wien) – Sanierung und Weiterentwicklung im Denkmalschutz
  • Firmenzentrale Windkraft Simonsfeld (Niederösterreich) – Erweiterung im Bestand
  • GNICE – Wohnen am Eichetwald (Salzburg) – Neubau im Plus-Energie-Quartier-Standard
  • Posthus Egg (Vorarlberg) – Ersatzneubau und Neugestaltung der Dorfmitte

Die sechsköpfige Jury setzt sich zu gleichen Teilen aus Experten der Architektur und der Nachhaltigkeit zusammen. Beiden Gruppen steht ein Vetorecht bei der Auswahl zu, womit die gleichwertige Beurteilung beider Themenschwerpunkte in allen Bewertungsschritten strukturell verankert ist. Als Grundlage für die Nachhaltigkeitsbewertung zog die Jury die Anforderungen des klimaaktiv Gebäudestandards heran, der auch international hohes Ansehen genießt.

„Die Projekte zeichnen sich durch eine ernsthafte, tiefgehende Auseinandersetzung mit den Anforderungen an nachhaltiges Bauen aus. Architektur und Nachhaltigkeit werden immer mehr als selbstverständliche Einheit gedacht. Besonders deutlich wird dies beim Umgang mit dem Bestand und der Einbettung in die Umgebung, bei Fragen der Kreislauffähigkeit und der Nachnutzung sowie beim Einsatz von Materialien. Viele Projekte zeigen zudem, dass bereits mit vergleichsweise kleinen, präzise gesetzten Maßnahmen eine große Wirkung erzielt werden kann.“
—Juryvorsitzender Matthias Hein

Die Preisträger werden im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung im November in Wien bekanntgegeben.

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