Mit dem Start der Ausschreibung für zwei freifinanzierte Bauplätze am Baufeld 11 setzen die ÖBB einen weiteren wichtigen Schritt in der Entwicklung des neuen Stadtteils am Nordwestbahnhof. Das Baufeld übernimmt eine zentrale städtebauliche Funktion innerhalb des Quartiers und bildet einen wesentlichen Baustein für die Umsetzung des langfristig angelegten Stadtentwicklungsprojekts.
Am Nordwestbahnhof entwickeln die ÖBB gemeinsam mit der Stadt Wien ein modernes, grünes und nachhaltiges Stadtquartier. Geplant sind geförderte und freifinanzierte Wohnungen für rund 16.000 Bewohner, Büroflächen für etwa 4.700 Arbeitsplätze sowie Schulen, Kindergärten und vielfältige Kultur- und Freizeiteinrichtungen. Im Zentrum des Projekts entsteht mit der „Grünen Mitte“ ein rund zehn Hektar großer, langgestreckter Park als zentrales Freiraum- und Verbindungselement.
Das Baufeld 11 liegt im südlichen Bereich des Quartiers in prominenter Lage zwischen Taborstraße, Taborplatz und „Grüner Mitte”. Es übernimmt eine prägende Rolle für das Erscheinungsbild des neuen Stadtteils und verbindet bestehende Strukturen mit dem neu entstehenden Quartier. Neben Wohnnutzungen ist eine mischnutzungsfähige Bebauung vorgesehen, die Raum für Arbeiten, Dienstleistungen, Gastronomie, Nahversorgung und Freizeitangebote schafft. Insgesamt umfasst das Baufeld 11 zwei freifinanzierte Bauplätze (2 und 2a) sowie zwei geförderte Bauplätze (1 und 3).
„Das Baufeld 11 nimmt eine zentrale Rolle in der Entwicklung des Nordwestbahnhofs ein. Es bildet ein wichtiges städtebauliches Bindeglied zwischen dem Nordbahnhofareal und dem neuen Stadtteil und ermöglicht zugleich den direkten Übergang in die Grüne Mitte. Die Verknüpfung bestehender Stadtstrukturen mit dem neuen Quartier sowie das markante Hochhaus an diesem Standort unterstreichen die besondere Bedeutung des Areals für die Identität des zukünftigen Stadtteils.“—Silvia Angelo, Vorständin der ÖBB-Infrastruktur
Ausgeschrieben werden die freifinanzierten Bauplätze 2 und 2a am Baufeld 11. Der Bauplatz 2 umfasst rund 4.400 Quadratmeter, der rund 2.400 Quadratmeter große Bauplatz 2a ist als Hochhausstandort mit Gebäuden bis zu 80 Metern Höhe vorgesehen. Vorgaben sind ein Nutzungsmix mit mindestens 30 Prozent nicht wohnbezogenen Flächen, aktive Erdgeschoßzonen sowie qualitätsvolle Frei‑ und Grünräume.
Verfahren und Quartiersentwicklung
Die Vergabe erfolgt im Rahmen eines Höchstbieterverfahrens ab April 2026, die Grundstücksübergabe ist bis Ende 2027 geplant. Zeitnah folgt ein Realisierungswettbewerb der Erwerberin für die architektonische Ausgestaltung.
Parallel dazu schreitet die Entwicklung des Nordwestbahnhofs weiter voran, darunter die technische Freimachung des Areals sowie der Baubeginn des Bildungscampus ab Mitte 2026. Der rund 44 Hektar große Nordwestbahnhof zählt zu den größten innerstädtischen Entwicklungsgebieten Wiens und wird mit der Grünen Mitte ein zentrales neues Freiraumangebot erhalten. Die Ausschreibungsunterlagen sind auf der Website der ÖBB-Immobilienmanagement GmbH abrufbar: https://immobilien.oebb.at/