Die Österreichische Bundesbahnen bauen im Stadtquartier „Neues Landgut“ beim Wiener Hauptbahnhof 121 Wohnungen für Mitarbeiter:innen. Fertigstellung ist 2028 geplant. Es ist der erste Neubau im ÖBB-Wohnprogramm seit fast 50 Jahren.
Rund 20 Prozent der Wohnungen sind speziell für Schichtarbeiter:innen konzipiert – mit getrennten Schlafbereichen, erhöhtem Schallschutz, Verdunkelung und angepasstem Lichtkonzept. Fünf Einheiten sind barrierefrei. Die Wohnungen sind zwischen 30 und 113 Quadratmeter groß und verfügen über Loggia oder Terrasse. Die Mieten sind einkommensgestaffelt.
Vizekanzler Andreas Babler sagt: „Die Schaffung von leistbarem Wohnraum ist eines der Ziele unserer Regierung.“ Gemeinnützige und öffentliche Bauträger würden mit ihrem Angebot preisdämpfend wirken.
Mobilitätsminister Peter Hanke betont: „Moderne Infrastruktur bedeutet nicht nur gute Züge und verlässliche Verbindungen, sondern auch ein attraktives Lebensumfeld für jene Menschen, die unser System Tag für Tag am Laufen halten.“
Das Gebäude trägt den Namen „ELFI im Zehnten“ – benannt nach Elfriede Tungl, der ersten Bauingenieurin der ÖBB.
Laut Silvia Angelo, Vorständin der ÖBB-Infrastruktur AG, arbeiten mehr als 22.600 ÖBB-Beschäftigte im Schichtdienst: „Genau deshalb werden im Projekt ‚ELFI im Zehnten‘ rund 20 Prozent der Wohnungen speziell für Schichtarbeiter:innen entwickelt.“ Man wolle leistbaren Wohnraum gezielt für Mitarbeiter:innen schaffen.
Auch Olivia Janisch vom Konzernbetriebsrat sagt: „Leistbarer Wohnraum ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr.“ Mit den neuen Wohnungen würden bessere Bedingungen für Erholung nach Schichtarbeit geschaffen.
Das rund 5.200 Quadratmeter große Grundstück liegt nahe dem Hauptbahnhof. Geplant ist eine klimaaktiv-Gold-Zertifizierung, Dach- und Fassadenbegrünung sowie der Einsatz erneuerbarer Energien.