Der österreichische Investmentmarkt zeigte sich im ersten Quartal 2026 mit einem Volumen von rund 548 Mio. Euro weiterhin aktiv. Im Vergleich zum Vorjahresquartal wurde ein Plus von 10% verzeichnet. Mit einem Anteil von gemeinsam rund 65% am Transaktionsvolumen standen Einzelhandels- und Hotelimmobilien im Fokus der Investoren. Im Bereich der Wohninvestments war eine deutliche Marktberuhigung spürbar, die auf ein Abflauen der Deinvestmentstrategie der großen österreichischen Immobilienfonds hindeutet. Es bleibt abzuwarten, wie sich der österreichische Investmentmarkt ohne diese in den vergangenen Jahren marktbestimmenden Transaktionen in diesem Jahr präsentieren wird.
Im ersten Quartal waren internationale Käufer mit 64 % des Gesamtvolumens erstmals seit drei Jahren wieder für die Mehrheit des Investitionsvolumens verantwortlich. Parallel dazu erhöhte sich der Anteil institutioneller Investoren auf 59%, während der Anteil privater Investoren auf 35% sank.
Investmenttransaktionen
Der Investmentstandort Linz hat im Jahr 2026 seine Bedeutung für den österreichischen Investmentmarkt unter Beweis gestellt. Mit fünf Transaktionen in nur einem Quartal entfielen rund 25% des gesamten Transaktionsvolumens auf die oberösterreichische Landeshauptstadt. Neben dem generalsanierten Fachmarktzentrum Pro Linz welches die zweitgrößte Transaktion des Quartals darstellt und von ZDR Investments erworben wurde, waren zwei Büroobjekte mit Mietern aus der Technologiebranche für Investoren besonders interessant.
In Wien erwarb die deutsche DEKA das 5-Stern Hotel Andaz am Belvedere für mehr als € 90 Millionen Euro. Mit dem Verkauf der Kärtner Straße 16 fand auch wieder eine Transaktion einer Einzelhandelsimmobilie in Wiener Premiumlage statt.
Preisindikatoren
Der langjährige Vergleich der Kapitalwerte erstklassiger Büroobjekte zeigt das derzeit sehr attraktive Preisniveau deutlich. Trotz steigender Marktmieten und leicht gesunkener Marktrenditen im vergangenen Jahr liegen die Kapitalwerte im Bürobereich immer noch auf dem Niveau von 2013. Zum Jahresauftakt blieben die Renditen für alle Assetklassen stabil.