Der österreichische Investmentmarkt hat 2025 deutlich angezogen. Das Transaktionsvolumen stieg laut OTTO Immobilien um 44 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro und liegt damit wieder auf dem Niveau vor der Zinskrise.
„Der Investmentmarkt hat 2025 klar an Vertrauen zurückgewonnen“, sagt Eugen Otto. Vor allem die starke zweite Jahreshälfte habe gezeigt, „dass Kapital wieder mehr bereitsteht und Transaktionen umgesetzt werden“. Für 2026 werde eine Fortsetzung erwartet.
Wohnimmobilien kamen auf rund 1,3 Milliarden Euro – ein Plus von 93 Prozent. Gehandelt wurden vor allem gut vermietete Bestandsobjekte in Wien und den Landeshauptstädten, viele davon aus offenen Immobilienfonds. „Das Transaktionsgeschehen konzentriert sich fast vollständig auf Bestandsimmobilien“, sagt Philipp Maisel. Die niedrige Neubaupipeline begrenze das Angebot.
Im Bürosegment wurden rund 1,1 Milliarden Euro umgesetzt, leicht weniger als im Vorjahr. Gefragt waren ESG-konforme Core-Immobilien in zentralen Wiener Lagen mit langfristigen Mietverträgen. „Mehrere prominente Deals wurden ohne öffentlichen Vermarktungsprozess abgewickelt“, sagt Anthony Crow. Genannt werden unter anderem Transaktionen rund um „The Icon Vienna“ und den Austria Campus.
Industrie und Logistik erreichten 604 Millionen Euro, ein Plus von 35 Prozent. Neben modernen Flächen sind kleinere Einheiten zwischen 500 und 3.000 Quadratmetern gefragt. „Developer greifen diesen Trend auf“, sagt Crow. Zudem rückten Sale-and-Leaseback-Transaktionen wieder stärker in den Fokus. Ältere Objekte stehen hingegen unter Preisdruck.
Für 2026 rechnet OTTO Immobilien mit weiter steigender Aktivität. Sinkende Finanzierungskosten und mehr institutionelle Investoren könnten das Transaktionsgeschehen zusätzlich beleben.